Montag, 19. Oktober 2020

 

Rezension zu „Cornibus & Co – Ein Hausdämon packt aus!“

 

Als Höllenfürst hat man es nicht leicht. Zum Glück gibt es nach Feierabend eine informative Sendung bei RTHell.

 

Wie entstanden die Hausdämonen. Und wäre man nicht so müde, könnte man die Sendung doch auch glatt ansehen.

 

„Cornibus & Co – Ein Hausdämon packt aus!“ ist ein Comic-Buch aus der Feder der Autoren Jochen Till und Raimund Frey.

 

Wenn mich so ein süßer Dämon ansieht, muss ich das Buch natürlich unbedingt lesen. Also das Cover ist schon mal ein Hingucker. Dazu noch der blutrote Buchschnitt, perfekt!

 

OK, der Rest des Buches war auch ganz mein Humor. Klar, es ist kein Buch im wirklichen Sinne, es ist eher ein Comic. Müsste man vielleicht etwas klarer erwähnen, da man so vom Kauf eines richtigen Buches ausgeht. Könnte hier viele Käufer verwirren und enttäuschen.

 

Die Überschrift stimmt auch nicht ganz, weil der Hausdämon hier nicht auspackt, sondern der Höllenforscher. Mir war es aber egal, wer etwas auspackt, Hauptsache, ich hatte meinen Spaß mit der Story. Natürlich ist die Story voll abgedreht und humorvoll bis hin zu schwarzem Humor. Ich meine, das Buch ist für Kinder, muss da dann unbedingt „Hells Bells“ auf der Unterhose des Satans stehen? Für mich ja, ich hab so gelacht darüber! Kinder könnten eventuell seltsame Nachfragen haben, soweit sie kein ACDC hören. Herrlich!

 

Natürlich ist die Geschichte im Ganzen recht kurz, was bei Comic Büchern aber auch wieder normal ist. Ich war in kürzester Zeit durch. Trotzdem habe ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt und oft gelacht.

 

Kurz und schmerzfrei, ich vergebe 5 Sterne weil das Buch einfach Mega-lustig war.

 

5 / 5 Sterne




 

Samstag, 17. Oktober 2020

 Rezension zu „Amulett – Die Steinhüterin“

 

Alles fängt mit einem Autounfall an. David, der Vater, stirbt bei dem Unfall. Karen, Emily und Navin müssen aus ihrem schönen Haus in der Stadt in ein verfallendes Haus auf dem Land ziehen.

 

Emily ist nicht gerade begeistert, dass sie in diese Einöde ziehen muss. Auch ist das Haus nicht gerade sauber und wohnlich.

 

Doch gleich am ersten Tag passieren Dinge mit denen niemand gerechnet hat. Und das Abenteuer für Emily und Navin fängt an.

 

„Amulett – Die Steinhüterin“ ist eine Graphic Novel aus der Feder des Autors Kazu Kibuishi.

 

Die Graphic Novel ist für Kinder ab 8 Jahre. Die Zeichnungen fand ich eigentlich sehr schön und dem Alter entsprechend passend.

 

Die Story ist manchmal etwas gruselig, wenn unheimliche Gestalten den Kindern hinterher gehen. Auch das Wesen, das Karen entführt hat, hat schon was Unheimliches an sich. Es ist im Allgemeinen nicht so schlimm, dass man Alpträume davon bekommen könnte. Trotzdem sollten Eltern schon überlegen, wie sensibel ihr Kind ist und ob es dies auch verträgt.

 

Die Geschichte im Ganzen fand ich jetzt nicht so toll. Die Geschichte im Haus schon, wobei ich mich immer noch frage, warum und wer der erste „Bösewicht“ in der Story war. Dies wurde nicht aufgelöst, vielleicht kommt das auch erst in den nächsten Bänden. Doch eine Richtung hätte ich mir schon gewünscht.

 

Emily und Navin sind mir erst einmal auch nicht so sympathisch. Dafür die Wesen im Haus umso mehr. Die fand ich schon ziemlich interessant und gelungen.

 

Ich denke, für Kinder ist die Novel schon richtig spannend und interessant. Ich bin davon jetzt nicht ganz so begeistert. Da ich hier aber eine Graphic Novel für Kinder habe, finde ich das Ganze schon in Ordnung. Daher vergehe ich 4 anstatt nur 3 Sterne.

 

4 / 5 Sterne

 



 

Rezension zu „Auf der Straße gilt unser Gesetz“

 

„Auf der Straße gilt unser Gesetz“ ist ein Buch von Khalil O. und Christine Kensche.

 

Khalil O. erzählt seine Geschichte, ungeschönt und gerade heraus.

 

Er erzählt über seine Familie, beginnend von seinen Großeltern bis hin zum jetzigen Zeitpunkt. Es fängt an mit zwei Dörfern und Familien im Streit. Die Story erzählt den Weg bis zur Ankunft in Berlin. Hier wird die Geschichte dann zu Khalils Geschichte.

 

Es ist faszinierend und zugleich absolut erschreckend, was man so erfährt. Natürlich sind auch hier nur wenige der Großfamilien kriminell, doch gerade die Kriminellen schlagen hier mächtig ein.

 

Khalil erzählt seine Geschichte aus Berlin. Seine enge Familie wohnt in Berlin. Doch das Ausmaß der ganzen Sache kam mir dann auf Seite 176 entgegen, als ich las, dass ein Onkel von ihm in Saarbrücken wohnt. Selbst hier im tiefsten Saarland findet man Verwandte aus diesem Clan. Da merkt man erst einmal, was hier für ein Netzwerk am Laufen ist.

 

Khalil selbst hat vor 15 Jahren den Knacks bekommen und hat sein Leben grundliegend geändert. Er arbeitet jetzt mit straffälligen Jugendlichen und versucht sie, auf die richtige Bahn zu bringen.

 

Die Problematik, die er beschreibt ist eigentlich schon bekannt. Ich zumindest habe schon mehrfach darüber diskutiert, dass es zum Beispiel besser ist, wenn muslimische Polizisten in kriminellen Fällen von Muslimen dazu gezogen werden würden. Weil diese Muslime deutsche Polizisten nicht wirklich akzeptieren. Ich finde es auch gut, dass Khalil Lösungsansätze für kriminelle Jugendliche gibt. Ich schätze, das würde auch gut funktionieren und einige wieder gerade biegen. Nur wird das in Deutschland niemals so gehandhabt werden, da bin ich mir sicher. Der Großteil der Gesellschaft ist viel zu verweichlicht, um solche Maßnahmen gut zu finden. Viele denken immer noch, gut zureden hilft. All jenen empfehle ich solche Bücher wie dieses hier.

 

Ich fand das Buch richtig gut und konnte kaum aufhören zu Lesen. Sehr gut geschrieben, erzählt und nahe gebracht. Es ist nichts schwierig zu verstehen und alles gerade heraus. Ich muss sogar gestehen, dass es am Anfang schon auch etwas ironisch humorvoll ist.

 

Ich kann das Buch wirklich empfehlen, vor allen Dingen bringt es einen ganzen Berg Stoff zum Nachdenken mit.

 

5 / 5 Sterne






Montag, 5. Oktober 2020

 Rezension zu „Liebestöter“

 

Marina Pfister macht sich stark für Frauen. Sie redet mit ihnen und baut sie auf. Leider nimmt sie das Ganze dann auch noch auf um es eventuell einmal gegen ihre Kundinnen verwenden zu können. Denn, man kann ja nie wissen.

 

Weit kommt sie mit ihren starken Frauen allerdings nicht, denn recht fix wird sie ermordet.

 

Nicht nur ein Ehemann dieser mittlerweile erstarkten „Weiberheldinnen“ hätte ein Motiv für die Tat.

 

Ein Fall, genau geschaffen für Vitus Pangratz, Kommissar im Ruhestand und seine Tochter Johanna „Jo“ Coleman.

 

„Liebestöter“ ist der zweite Rosenheim Krimi aus der Feder der Autorin Alma Bayer.

 

Das Cover sieht toll aus. Es ist ein richtiger Hingucker und verspricht viel. Die Inhaltsangabe gab dann den Rest dazu. Ich dachte, ich hätte einen humorvollen Regionalkrimi in der Hand und freute mich.

 

Leider hatte ich mich da etwas zu früh gefreut.

 

Mich irritiert in Krimis immer, wenn ich am Anfang schon den Mörder kenne. Dann brauche ich den Rest des Buches auch nicht mehr. Und mit Anfang meine ich schon in etwa ab Seite 20 von über 500 Seiten.

 

Ab Seite 50 fing ich dann auch schon an, nur noch über die Seiten zu lesen und auf Seite 100 habe ich das Buch völlig entnervt zur Seite gelegt. An dieser Stelle muss ich dann auch erwähnen, dass ich auch den ersten Teil „Wildfutter“ gelesen hatte. Was ich allerdings erst jetzt beim Schreiben der Rezension gemerkt habe. Auch den ersten Teil fand ich grottenschlecht und habe ihn nicht fertig gelesen. Da dies aber schon drei Jahre her ist, ist mir hier bei dem Buch keine rote Leuchte aufgegangen, als ich die Autorin und Protagonisten gelesen habe.

 

Vitus Pangratz kann ich immer noch nicht leiden. Auch wenn ich ihn hier unabhängig und eigentlich unbekannt gelesen habe. Er ist ein selbstverliebter Dummlackel mit Elvistolle. Der allerdings immer noch keine Frau, Freundin, Geliebte hat. Müsste ihm doch mal zu denken geben, dass er doch nicht so toll ist, wie er meint.

 

Johanna „Jo“ Coleman, die zu 99% auch ständig im Buch so genannt wird, hat zwar jetzt einen Freund und wohnt in Amerika, ist aber auch nicht besser, als im ersten Teil. Immer noch nervig und unsympathisch.

 

Marina Pfister fand ich auf der einen Seite nett, auf der anderen ebenfalls nervig. Es ist schön, wenn man Frauen, die unter der Knute der modrigen Herrenwelt steht, aufbaut und ihnen Mut gibt sich selbst zu finden. Auf der anderen Seite, dies aufzunehmen um es per Gelegenheit gegen sie zu verwenden ist echt unterste Schublade.

 

Die schnöde Herrenwelt ist aus dem Mittelalter auch noch nicht aufgestiegen. Da dienen Frauen lediglich etwas für die Küche und zum Putzen.

 

Es ist mir bis auf Seite 100 auch ein Rätsel, warum Vitus seine Nase wieder in den Fall steckt und anfängt zu ermitteln. Es hat ihn keiner darum gebeten und er hat auch keine Beziehung zu der Sache. Irgendwie, kurz nach dem Mord schreibt die Autorin einfach, dass er ermittelt. Punkt … muss man dann halt so hinnehmen.

 

Da ich mir den Rest des Buches ersparen wollte und mir meine Lesezeit für so einen Schmarrn zu wertvoll ist, habe ich das Buch dann beendet. Wer der Mörder ist, brauche ich ja auch nicht mehr zu wissen, da ich es schon seit etwa Seite 20 weiß. Ich muss mir echt die Autorin merken, damit ich nicht noch nach dem dritten Teil der Serie greife. Wobei, wenn das wieder drei Jahre dauert, habe ich das bestimmt wieder vergessen.

 

Empfehlen kann ich das Buch jetzt wirklich nicht. Es ist irgendwie kein Krimi, dazu ist es weder spannend noch humorvoll.  

 

1 / 5 Sterne



Samstag, 26. September 2020

 

Rezension zu „Autoren sterben einsam“

 

Hagen Neubauer hat nicht gerade der Lauf in seinem Leben. Seine Frau hat ihn verlassen und einen neuen Job findet er auch nicht, will er auch eigentlich gar nicht. Seine Erfüllung ist die Schriftstellerei. Aber auch hier geht es nicht richtig in Fahrt. Kein Verlag will sein Manuskript veröffentlichen.

 

Ein anderer Autor ist in seiner Sparte einfach der Beste und räumt alles ab. Da will kein Verlag ähnliche Bücher eines unbekannten Autors veröffentlichen.

 

Doch dann ist es endlich so weit. Ein Brief eines Verlages flattert ins Haus. Der Verlag will sein eingereichtes Buch unbedingt veröffentlichen. Völlig auf Wolken schwebend trifft Hagen im Verlag ein und unterschreibt, ohne viel zu lesen, den Vertrag.

 

Tja, nur sollte man immer das Kleingedruckte lesen, bevor man Verträge unterschreibt.

 

„Autoren sterben einsam“ ist eine Krimikomödie aus der Feder des Autors Lars Gunmann.

 

Der Schreibstil ist flüssig und richtig gut zu lesen, was mir sehr gefallen hat. Vom Stil her könnte sich so mancher Bestsellerautor ein Stück abschneiden.

 

Die Story selbst hat mir nicht so gut gefallen. Es war wohl einfach nicht meine Schiene Humor. Ich liebe schrägen Humor, das hier fand ich stellenweise allerdings nur nervig.

 

Hagen ging mir sowas von auf die Nerven. So ein überdrehter, selbstverliebter Nichtskönner, unglaublich. Eigentlich hatte ich mit keiner Faser auch nur ein kleines Stückchen Mitleid mit ihm. Seine Art fand ich auch keineswegs lustig oder humorvoll.

 

Die Frauen / Bettgeschichten fand ich absolut unpassend. Es wurde, zum Glück, zwar immer nur kurz erwähnt, finde es trotzdem immer befremdlich, dass Frauen als so dumm und bettgeil dargestellt werden. Wenn Hagen jetzt wenigstens eine Menge Geld gehabt hätte, dann hätte ich es ja noch verstehen können, da verlieren viele Frauen auch ihre letzten Hirnzellen. Aber bei Hagen?

 

Als dann Trigger auftauchte, fand ich dann gar nicht mehr in die Geschichte hinein. Da wurde es mir dann etwas zu abstrus. Halt nicht meine Schiene an Krimi und nicht an Komödie. Der Humor war in etwa von der Art dieser Comedy Shows. Ein Fettnäpfchen nach dem anderen, ein Witz nach dem anderen, Klatschen und das eingespielte Lachen nicht vergessen. Für mich wäre da etwas weniger mehr gewesen.

 

Ich bin sicher, das Buch wird viele Fans finden. Ich bin jetzt leider keiner davon geworden. Wie gesagt, der Schreibstil an sich ist richtig gut. Nur der Krimi selbst, hat mir nicht gefallen. Ich mag neuen Autoren mit gutem Schreibstil gerne eine Chance geben. Daher bekommt das Buch trotzdem 3 anstatt 2 Sterne von mir.

 

3 / 5 Sterne



Donnerstag, 17. September 2020

 Rezension zu „Terrorland“

 

Mitten in Berlin vor der russischen Botschaft wird ein Touristenbus gesprengt. Ein russischer Botschafter verliert sein Leben. Kurz darauf wird bekannt dass auch in dem Bus zwei Staatsdiener ums Leben gekommen sind. Wem genau gilt jetzt der Anschlag?

 

De Bodt und sein Team ermitteln in der Sache. Sie bekommen von russischer Seite Unterstützung, weil Russland darauf besteht, dass der Anschlag ihrem Botschafter galt.

 

Die Ermittlungen sind noch in den ersten Zügen, als ein Flugzeug über Berlin in die Luft geht. Nicht abhebt, sondern von einem Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt wird. Und wieder ist eine wichtige Person mit an Bord.

 

Wer steckt hinter den Anschlägen und wem gelten sie eigentlich?

 

„Terrorland“ ist der sechste Band der De-Bodt Thriller Reihe aus der Feder des Autors Christian Ditfurth.

 

Der Plot an sich war schon spannend. Wer jetzt wie dahinter steckt und warum. Kann ich so schon sagen. Nur fand ich das Buch zu lange und zu voll gestopft. Ein bisschen weniger wäre hier wohl etwas mehr gewesen. Ich kann mit so viel überladener Problematik und Aktion nicht so viel anfangen.

 

Gut fand ich zum Beispiel, dass es im Buch nur die Kanzlerin oder die Bundeskanzlerin hieß. Ich kann mich jetzt wirklich nicht erinnern, dass da ein Name gefallen wäre. Auch dass der amerikanische Präsident Dump hieß, war gut. Ich mag es, wenn man weiß wer es sein soll, aber die Namen nicht stimmen. Daher fand ich es dann doch etwas seltsam, dass Obama mit richtigem Namen genannt wurde.

 

Leider ist de Bodt für mich sehr anstrengend und unsympathisch. Ich habe mal sehen wollen, ob sich die Figur irgendwann weiter entwickelt oder vielleicht etwas anders wird. Nein, er kommt mir genauso nervig, wie in den zwei Büchern, die ich schon gelesen habe, es wird einfach nicht besser.

 

Zu viel war mir auch die ständige Stichelei zwischen Yussuf und Salinger. Man könnte sich auch mal wie zwei erwachsene Menschen benehmen und nicht immer wie zwei streitende Kinder.

 

Des Weiteren fand ich befremdlich, dass auf Seite 308 einfach so das Wort Corona in den Raum geworfen wurde. Das hat mit dem kompletten Buch nichts zu tun. Ist das jetzt Mode, dass es eingeworfen werden muss, ein neues Accessoires für Bücher? Ein Must Have in heutiger Zeit? Ich fand, das ging komplett in die Hose und hat im ganzen Buch keinen einzigen Bezug. Wenn ich Lektorin gewesen wäre, hätte ich das fett heraus gestrichen.

 

Ich bin eigentlich komplett unentschlossen bei der Bewertung. Eigentlich war es mir zu überladen, die Figuren kamen seit dem ersten Band nicht in Fahrt, de Bodt nervte ungemein und das Team war teilweise auch nicht besser. Fruchtbar fand ich auch den Schreibstil. Am Anfang gab es Sätze, die manchmal nur aus Worten bestanden. Mir kam es so vor, als würde der Autor kein Komma kennen. Dies änderte sich zwar im Laufe des Buches, ich fand es trotzdem anstrengend. 

 

2 / 5 Sterne



 

Rezension zu „Devolution – HB“

 

Greenloop ist eine neuartige Siedlung abgelegen im Wald. Völlig autark wollen die paar Leute dort leben. Es sind 6 Häuser um ein Gemeinschaftshaus herum angesiedelt. Es wohnen dort 9 Leute zusammen mit den Erbauern.

 

Der Strom wird von Solarzellen gewonnen, die Energie von sogenannten Faulbehältern umgewandelt. Die Waren, die gebraucht werden, kommen einmal die Woche mit einem selbstfahrenden Elektrowagen.

 

Doch kaum hat das Projekt angefangen, bricht der nahe gelegene Vulkan aus und schneidet die Gemeinschaft komplett von der Umwelt ab. Da kaum einer von der Siedlung weiß und alle anderen Dörfer und Städte schwer getroffen wurden, ist Greenloop erst einmal vergessen.

 

Schon nach kurzer Zeit fängt das Leben in der Siedlung an, anstrengend zu werden. Es wird langsam Winter und wie sieht es mit der Verpflegung aus? Wann kommt endlich die Rettung? Und was sind das für Schatten, die nachts die Biotonnen auseinander nehmen?

 

„Devolution – HB“ ist ein Horror Monster Thriller aus der Feder des Autors Max Brooks.

 

Ich habe das Buch als Hörbuch genossen. Der Sprecher David Nathan hat wieder sehr gute Arbeit geleistet. Das Hörbuch wird eher herunter gelesen, untypisch für David Nathan der gerne jeder Person eine eigene Stimme gibt. Das ist hier aber total passend, da es sich um den Inhalt eines Tagebuches handelt.

 

Am Anfang brauchte ich wirklich lange, um mich mit dem Buch anzufreunden. Es läuft etwas zäh an und die Personen waren mir auch nicht wirklich sympathisch.

 

Ich fand auch die Panik am zweiten Tag sehr übertrieben. Gleich schon mit notieren von Essen, zählen von Kalorien und rationieren. Außerdem hätte ich gleich alle in ein Haus verlagert um Ressourcen zu sparen. Aber ok, man kann an vieles denken, aber nicht an alles.

 

Das diese „Yetis“ in zwei Tagen das komplette Areal leer gefressen hatten, war auch etwas übertrieben. Aber ich muss dann auch nicht hören, dass die da 5 Wochen herum sitzen und nichts passiert. Wobei mir beim Hörbuch jetzt im Nachhinein nicht ganz klar ist, wie viel Zeit im Ganzen vergangen ist. Man kann da so schlecht zurück blättern um sich die Daten noch einmal anzusehen. Es wurde dann zwar immer einmal das Datum erwähnt, aber nicht, dass es jetzt schon zum Beispiel, zwei Wochen später ist.

 

Zeitweise fragte ich mich, wenn am Anfang erwähnt wird, dass man nur das Tagebuch gefunden hat, wie das am Ende aufgedröhselt wird, weil man ja kaum im Sterben liegend, noch etwas eintragen kann. Ich muss dazu sagen, es wurde am Ende gut gelöst.

 

Es müsste vom Cover her schon klar sein, dass man hier keinen normalen Wald und Wiesen Thriller serviert bekommt. Es geht hier um phantastische, große, starke Kreaturen, die die Gegenspieler der Menschen in Greenloop sind. Kann man mögen, muss es aber nicht. Ich fand es richtig klasse. Die Story ist schon blutig und grob. Es fallen Gedärme aus dem Bauch und Köpfe werden bildlich zermatscht.

 

Ich fand auch die Entwicklung der Gemeinschaft recht gut. Der stete Zusammenschluss und die Art, wie dann alle zusammen arbeiteten.

 

Mir hat das Hörbuch wirklich gut gefallen. Um noch einmal zu erwähnen, man muss Monster und Horror Thriller mögen, um mit dem Hörbuch klar zu kommen. Für mich der beste Horror Monster Thriller seit langem.

 

5 / 5 Sterne