Donnerstag, 13. Juni 2024

 Rezension zu „Der kommende Bankencrash“

 

Ich habe das Buch „Der kommende Bankencrash“ aus der Feder des Autors Michael Grandt gelesen.

Nun muss ich erwähnen, dass wenn ich das Buch für mich richtig gelesen hätte, bestimmt ein paar Monate dafür gebraucht hätte. Bei solchen Büchern recherchiere ich gerne alles nach, was ich lese. Da die Zeit dafür zu lange ist, habe ich es ohne große Selbstrecherche gelesen. Leider. Ich hätte das Buch auch nur an meinem PC lesen können, da ich auf dem Handy nicht gerne im Internet suche und etwas nachlese.

Das Buch ist optisch, sowie von der Inhaltsangabe ein richtiger Burner. Das Buch fällt direkt auf und wartet mit wahren Sensationen auf.

Jedoch sollte man das alles nicht einfach lesen und als komplette Wahrheit annehmen, ohne einmal selbst über verschiedene Punkte nachzudenken.

 

Das Buch finde ich sehr gut gegliedert. Der Autor versucht schwer verständliche Dinge auch immer recht einfach zu erklären. Dies ist dann immer in Kästen eingetragen. Auch so gibt es viele Auflistungen und Abschnitte. Von daher finde ich das Buch wirklich gelungen.

 

Jetzt muss ich gestehen, ich habe trotzdem öfters nichts verstanden. Das liegt aber an mir und nicht am Autor. Wie schon erwähnt, er hat sich sehr viel Mühe gegeben, alles auch einfach zu erklären.

 

Daher möchte ich über den Hauptteil mit den Banken und den Crashs nicht viel sagen. Ich kann hier nur erwähnen, ich scheine die richtige Bank gewählt zu haben, dann in den schlechten Listen wird sie nie erwähnt.

 

Kurz möchte ich hier nur auf die letzten Kapitel eingehen.

 

In den Kapitel „Wichtige Infos für Bankkunden – Seite 258“ erwähnt der Autor, dass die EU zur „Bekämpfung der Geldwäsche eine Bargeldgrenze von 10.000 Euro beschlossen hat. Sowie das Kunsthändler, Jachtverkäufer und Juweliere Verkäufe über 10.000 Euro erfassen müssen.

 

Ich muss jetzt gestehen, ich werde in meinem Leben kein Geld haben, mir eine Jacht zu kaufen, geschweige denn, es für Kunst aus dem Fenster zu werfen. Was ich damit sagen will? Ganz einfach, der Autor legt hier und weiter im Buch die Kontoeinnahmen so hoch, dass kein normal sterblicher Mensch mit seinen Tips groß etwas anfangen könnte.

 

Uns Normalbürger ist es wohl egal, ob es eine Bargeldgrenze von 10.000 Euro gibt, da von uns kaum jemand, so etwas bar in der Hand hat. Und ich muss jetzt wirklich einmal davon ausgehen, dass das Buch für uns Normalbürger sein sollte. Wenn ich Millionär bin, habe ich andere, bei denen ich mich informieren kann, was ich mit meinem Geld mache.

 

Weiter geht es mit Kapitel „VII. Angriff aufs Bargeld: Banken erschweren absichtlich das Geldabheben – Seite 259“. Es ist wahr, dass es immer weniger Bankschalter gibt. Durch die ständigen Sprengungen werden auch die Automaten auf kurz oder lang weniger. Aber, man kann in fast jedem Supermarkt beim Einkaufen Geld mitnehmen. Gut, man bekommt dort keine 10.000 Euro und muss eine Kleinigkeit kaufen. Aber auch hier reicht es für den Normal-Bürger aus.

 

Mit dem Kapitel „VIII. Auslandskonten – Seite 261 und folgende“ mache ich dann weiter. Es ist eine gute Idee, Geld auch auf Konten im Ausland zu haben. Diese werden dem deutschen Staat natürlich auch rechtmäßig angegeben, da sie ja nicht verboten sind. Wenn in Deutschland dann der Bankencrash stattfindet, kann man auf diese Gelder zurückgreifen.

 

Gute Idee, doch wie ist die Ausgangslage dazu? Um zB auf der HSBC in Jersey ein Konto zu eröffnen, braucht man ein Einkommen von 100.000 britischen Pfund. Umgerechnet sind das rund 130.000 Euro, ich schätze im Jahr. Um auf der Chase Bank oder Bank of Amerika, USA ein Konto zu eröffnen, braucht man dort eine Adresse und muss dies auch noch persönlich tun. Um bei der DBS Treasures in Singapur ein Konto zu eröffnen braucht man eine Mindesteinlage von rund 34.000 Euro und muss dies persönlich beantragen.

 

Alleine diese Punkte fallen für den Normalbürger einfach flach.

 

Dazu kommt, wenn die Banken in Deutschland gecrasht sind, wohin soll ich dann dieses gebunkerte Geld hin überweisen? Dann muss ich erst einmal wieder zu der Bank reisen, um mir dort mein Geld zu holen. Kann ich das dann noch so einfach?

 

Auf Seite 264 – Vorteil 4 erwähnt der Autor, dass Anleger mit mehr als 100.000 Euro auf dem Konto von der gecrashten Bank auch nicht zur Kasse gebeten wird. Ich schätze, die Mehrheit der Deutschen ist von der Seite her sicher. Ein Konto im Ausland ist davon nicht betroffen, gut zu wissen. Dies wird aber der normale Bürger auch nicht haben oder brauchen.

 

Ab „Teil 9 – So schützen Sie sich vor dem Bankencrash“ wird es teilweise spannend.

 

Da wird es auf Seite 281 unter dem Praxistipp 6 spannend. Der Autor empfiehlt hier, sein Geld auf vier Banken und einem Tresor zu lagern. Ein Sparkonto, ein Konto für alltägliche Zahlungen und zwei Konten für das Vermögen zu bunkern. Wer hat bitte so viel Einkommen, dass er vier Konten bedienen kann? Und dazu Punkt 5 noch den Tresor nicht zu vergessen.

 

Im Praxistipp 14 schreibt der Autor: „Kaufen Sie Münzen im Wert von 1 Unze, sonst haben Sie einen zu großen Prägeaufschlag.“ Hört sich gut an. Der Goldpreis liegt bei einer Unze Gold mit Schreiben der Rezension bei rund 2.150 Euro. Und das ist der Preis nur für einen Barren Gold. Also, wozu sollte man die im Vergleich zu einem Barren weitaus teureren Gold Münzen kaufen? Dazu, wer bitte hat mal locker, Gold in ganzen Unzen zu kaufen. Wieder einmal nicht der normale Bürger.

 

Besser ist da sein Vorschlag, sich Silber Unzen zu kaufen. Die kommen in etwa auf 27 Euro. Da sollte man sich aber auch nicht 1-2 in der Woche kaufen, sondern eher einen Betrag sparen und dann mehrere kaufen. So hat man das ganze Porto etc. gespart.

 

Ich muss ehrlich gestehen, beim Praxistipp 17 musste ich schon lachen. Ich habe förmlich geprustet. Der Autor gibt hier den Tipp, Gold zu verstecken, in dem man es einfach einschmilzt und zB einen Türknauf gießt. Erst einmal, wer hat so viel Gold, dass er es zu einem Türknauf gießen könnte? Aber viel interessanter ist die Frage, wie ein normaler Mensch eine Temperatur von 1.064,18 Grad Celsius hinbekommen sollte. Denn dies ist die Temperatur, bei der Gold erst schmilzt.

 

Der Tipp, Grünland und Ackerland zu kaufen, finde ich auch nicht schlecht. Allerdings wieder die Idee, eventuell einen Reiterhof darauf zu errichten, wieder eher utopisch.

 

Wobei es heutzutage auch nicht viel bringt, Acker und Grünland zu bepflanzen, wenn es nicht direkt am Haus ist. Bei uns hier wurden schon ganze Felder von Dieben abgeerntet. Wie wird das wohl sein, wenn es erst zur Krise kommt?

 

Bei der Kryptowährung bin ich dann recht nah an der Meinung des Autors. Mir hat diese Art Anlage auch noch nie verlockend geklungen.

 

Fakt ist, das Buch ist sehr interessant. Der große Punkt über die Bankencrashs nehme ich so hin und lasse ihn unkommentiert. Ob alles stimmig ist, ich weiß es nicht. Aber es ließ sich gut lesen.

 

Die Ideen vom Autor zur Rettung des privaten Geldes sind teilweise gut, manche etwas überzogen. Ich sage es mal so, wer schon einmal etwas über sein Geld nachgedacht hat, wird selbst auf den ein oder anderen Punkt kommen. Mein Ding sind immer noch die Edelmetalle. Ich habe hier schon investiert und werde auch weiter investieren.

 

Grundstücke finde ich auch immer gut. Hier besitze ich auch das ein oder andere Grünland. Zwar ohne Bewirtschaftung, aber die Zukunft wird zeigen, was man damit machen kann.

 

Daher gebe ich dem Autor recht, man muss sehen, was für einen selbst das Beste ist. Am besten finde ich immer lange Sicherheit, anstatt schnelles Geld.

 

Daher gebe ich hier, trotz meinen negativen Punkten, 4 von 5 Sternen.

 

4 / 5 Sterne



Freitag, 24. Mai 2024

 Rezension zu „Alien Earths – HB“

 

Ich habe das Buch „Alien Earths“ aus der Feder der Autorin Lisa Kaltenegger als Hörbuch gehört.

 

Die Sprecherin des Buches war Astrid Kohrs. Sie hat sehr gute Arbeit geleistet. Die Autorin lies die Einführung und den Abspann. Ich bin froh, dass die nicht das ganze Buch gelesen hat. Das Buch wäre für mich dann recht anstrengend geworden.

 

Die Autorin ist Professorin der Astrophysik und nimmt die Hörer mit auf eine Reise ins Universum.

 

Ich muss gleich zu Anfang sagen, man sollte sich besser das Buch, als das Hörbuch kaufen. Ich bin mit den Ausführungen nicht wirklich mitgekommen. Auch hätte ich gerne das ein oder andere mal zurück geblättert und noch einmal etwas nachgelesen. Ich liebe Hörbücher, hier hätte ich aber definitiv besser zum Buch gegriffen.

 

Die Autorin erzählt viel über Planeten, Sonnen, Exoplaneten und sonstige Formationen. Über mega große Hitze, furchtbare Kälte und riesige Entfernungen.

 

Wie schon erwähnt, ich konnte mir nicht viel merken.

 

Sehr lustig, aber auch informativ fand ich das Kapitel, in dem das Bärtierchen vorgekommen ist. Absolut faszinierende Geschöpfe.

 

Ich bin keine Expertin auf dem Gebiet. Ich kann sagen, ich fand die Informationen, die ich über das Weltall bekommen habe, auf jeden Fall sehr interessant.

 

Was ich aber auch wieder feststellen konnte ist, dass das Augenmerk auf Außerirdische wieder nur auf menschliche Maße reduziert wurde. Ich muss da immer an eine Buchreihe aus den 80iger Jahren denken. „Orbit Hospital“ heißt die Reihe. Ich war fasziniert von den ganzen verschiedenen „Lebewesen“ und die Umgebung, die sie brauchten. Warum also sollte sich keine intelligente „Lebensform“ in Methangasen entwickeln? Oder eben aussehen wie Steine? Warum sollte man immer Licht und Luft brauchen, damit sich „Leben“ entwickelt?

 

Der zweite Punkt, der mir dann auch immer gleich dazu einfällt, kommt aus „Men in Black I“. „Größe ist relativ.“ Als dieses ganze Universum in eine kleine Anhängerkugel passte. Warum muss intelligentes „Leben“ also immer einen ganzen Planeten besiedeln?

 

Gut gefallen hat mir immer die Darstellung mit zB einem Apfel für die Erde. Damit man sich die Maße einfacher vorstellen kann.

 

Auch die Sache mit der Lichtgeschwindigkeit. Dass, selbst wenn auf einem Planeten schon weiter vorangeschrittenes Leben herrscht, wir das eventuell noch gar nicht sehen können, weil das Licht bei uns noch gar nicht angekommen ist.

 

Was mir nicht so gefallen hat, waren die ständigen persönlichen Einlagen zu der Person der Autorin. Es hat nicht so wirklich in das Buch hineingepasst.

 

Was ich hier auch erwähnen muss, ist die Sache mit „Sie können einen Exoplaneten benennen“. Dies hat die Autorin zweimal im Hörbuch erwähnt. Ich habe mir das natürlich notiert und wollte da tun. Nun ist es so, dass dies 2014 und 2015 möglich war. Aber auch nur ein Exoplanet wurde benannt und über den Namen wurde dann abgestimmt. Das Buch hat aber einen Erscheinungstermin von 2024.

 

Nun kann man sich fragen, ist das Buch so alt und „nur“ eine Neuauflage? Ich für meinen Teil war darüber sehr enttäuscht. Ich liebe es, solche Dinge zu tun, wie Sterne benennen. Was ich auch schon gemacht habe.

 

Ich finde das Hörbuch sehr informativ. Hier und da fehlt mir etwas die Weitsicht, sorry, wenn ich das als Laie so nenne. Es ging ja auch schließlich darum, ob „Leben“ möglich ist. Und da ist mir die Form des „Lebens“ egal. Schön wäre es gewesen, wenn nach den Fakten auch immer eine kleine Fiction dazu gekommen wäre.

 

4 / 5 Sterne



Dienstag, 21. Mai 2024

Rezension zu "Deutschland und der Zwei-plus-Vier-Vertrag"


Ich habe das Buch „Deutschland und der Zwei-plus-Vier-Vertrag“ aus der Feder des Autors Michael Grandt gelesen.


Nun muss ich erwähnen, dass wenn ich das Buch für mich richtig gelesen hätte, bestimmt ein paar Monate dafür gebraucht hätte. Bei solchen Büchern recherchiere ich gerne alles nach, was ich lese. Da die Zeit dafür zu lange ist, habe ich es ohne große Selbstrecherche gelesen. Leider. Ich hätte das Buch auch nur an meinem PC lesen können, da ich auf dem Handy nicht gerne im Internet suche und etwas nachlese.

Das Buch ist optisch, sowie von der Inhaltsangabe ein richtiger Burner. Das Buch fällt mit den Flaggen und dem Banner direkt auf und wartet mit wahren Sensationen auf.

Jedoch sollte man das alles nicht einfach lesen und als komplette Wahrheit annehmen, ohne einmal selbst über verschiedene Punkte nachzudenken.

 

Zuerst muss ich erwähnen, dass das Buch kleiner ist, als man denkt. Das Buch hat nicht einmal eine DIN A5 Größe. Es hat 160 Seiten, bei denen „nur“ 132 Seiten mit dem Inhalt beschrieben sind. Hätte man ein normal großes Buch daraus gemacht, hätte es gerade mal um die 60 Seiten. Ich finde, das sollte auch einmal erwähnt werden.

 

Der Autor fängt das Buch mit dem Text des „Zwei-plus-Vier-Vertrages“ an. Ich habe nicht nachgeprüft, ob der Text so stimmig ist. Ich nehme ihn als eins zu eins übertragen hin. Ich finde es daher interessant, zuerst einmal mit dem Objekt der Begierde konfrontiert zu werden.

 

Was mir schon einmal prinzipiell an dem Buch gefällt ist, dass der Autor für ihn wichtige Aussagen und Details dick gedruckt hat. Dazu in grauen Kasten Hintergründe oder seine Bewertungen zu dem geschriebenen Text weitergibt.

 

Auffällig ist aber auch hier, dass die NATO, USA und im besonderen Deutschland sehr schlecht wegkommt, wobei auf der Gegenseite auch hier Russland wieder die arme bedrängte Nation ist. USA und Russland seien einmal dahingestellt. Was aber bitte sollte Deutschland Russland antun? Wir kommen ja nicht einmal an die Wade zum Reinbeißen.

 

Meine erste Anmerkung ist hier der Kasten Hintergrund „Ist Deutschland noch „besetzt“?“ Seite 51 in dem Buch. Hier werden die Truppen auf Deutschem Boden aufgezählt, die auf Dauer in Deutschland stationiert sind. Deutschland also besetzen. Aufgelistet werden hier Belgien, Frankreich, Großbritannien, Kanada, die Niederlande und die USA.

 

Man kann hier ganz einfach die Länder auf Deutschem Boden bei google durchsuchen. Dazu habe ich folgende Informationen gefunden.

 

Frankreich hat seine Truppen nach und nach bis 2014 abgezogen. Rein in der Teschner Kaserne in Mühllheim sind noch Franzosen stationiert.

 

Belgien hat seine Soldaten nach und nach bis 2005 aus Deutschland abgezogen. Die Aufgabe der Belgier war hier die Überwachung der Nuklearwaffen, sowie die Sondermunitionslager in Wahnder Heide und Stilleking.

 

Anfang 2020 haben alle britischen Kampftruppen Deutschland verlassen.

 

Kanada hat bis 1993 in Deutschland alles aufgelöst. 1984 haben sie den Zwei-Schlüssel-Prinzip Vertrag gekündigt. Dieser war wegen den Nuklearwaffen zwischen Kanada und den USA geschlossen worden.

 

Die Niederlande hat bis 2006 alles bis auf zwei FlakRak-Stellungen in Goldbeck und Laatzen in Deutschland aufgelöst.

 

So viel zu der „Dauerbesatzungsmächten“ in Deutschland. Hier auch ein Augenmerk auf Belgien und Kanada. Schon zu frühen Zeiten waren beide für Nuklearwaffen in Deutschland zuständig. Man kann das öffentlich, ohne Probleme im Internet nachlesen. Also war zu dem Zeitpunkt den Mächten und Russland bekannt, dass Nuklearwaffen auf deutschem Boden stationiert sind. Nur mal rein zur Info.

 

Auf Seite 52 desselben Kastens ist vom Autor dick gedruckt, dass die USA in Deutschland mehr als 500 Quadratkilometer deutschen Bodens „besetzen“. 500 Quadratkilometer, Sorry, das ist nicht einmal die Größe des Bodensee. Wenn ich dann daran denke, dass ein kompletter Großflughafen Ramstein, sowie das große Lazarett in Landstuhl schon mit eingerechnet ist, ist das jetzt nicht wirklich viel.

 

Man sollte auch hier nicht die Wirtschaftskraft vergessen, die diese Stützpunkte für die Region bedeuten, in der sie stationiert sind. Daher sehe ich die Truppen nicht als Besetzungsmacht in dem Sinne mehr an, wie sie vielleicht vor 60 Jahren einmal waren.

 

In Teil 2 „Wortbrüche“ geht es darum, dass Deutschland/NATO/USA gegen den Zwei-plus-Vier-Vertrag verstoßen hätten. Angeblich haben wir uns Richtung Osten ausgebreitet und haben so gegen den geschlossenen Vertrag verstoßen. Oha, mal kurz überlegen, stimmt. Wir haben da ein paar Länder mit in die NATO genommen. Hat Russland also Recht, sich angegriffen zu fühlen? Auch hier mal kurz überlegen, nein. Wir haben weder gegen den Vertrag verstoßen, noch kann sich Russland deswegen angegriffen fühlen. Warum? Ganz einfach. Es wurde nie so in den Vertrag geschrieben. Auch wenn jetzt behauptet wird, Russland gäbe mehr auf Aussagen als auf Verträge. Ja, da sind sie halt selbst schuld. Nur was auf dem Blatt steht, hat Gültigkeit und da macht man für Russland auch keine Ausnahme. Da hätten sie beim Aufsetzen des Vertrages schon darauf bestehen müssen, dass das mit in den Vertrag kommt. Also, keine Ausrede für mich, wir haben keinen Vertrag gebrochen.

 

Der nächste Punkt, auf den ich kommen möchte, befindet sich auf Seite 77 in Teil 3 „Vertragsbrüche“. Hier unterlegt der Autor dick: „Nach der Verfassung des vereinten Deutschlands sind Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, verfassungswidrig und strafbar.“ Gut und schön.

 

Doch macht Deutschland weder das eine noch das andere. Durch die Waffenlieferungen an die Ukraine soll Deutschland den Vertrag, insbesondere den Inhalt des Satzes gebrochen haben.

 

Ukraine und Russland hatten zu dem Zeitpunkt der Lieferungen von Deutschland, seien es nun Helme oder Waffen, kein friedliches Zusammenleben mehr. Daher konnte dieser Punkt schon gar nicht mehr gebrochen werden. Außerdem wurde die Ukraine von Russland angegriffen und nicht Russland von der Ukraine. Daher dienten die Lieferungen lediglich zur Verteidigung und nicht zur Führung oder Vorbereitung eines Angriffskrieges.

 

Des Weiteren wird angeführt, dass wir mit unseren Waffen Russland über die Ukraine angreifen würden. Das ist meines Erachtens und auch das vieler Experten, eben nicht so. Wir liefern der Ukraine zB den Leopard Panzer. Somit geht der Leopard Panzer in den Besitz der Ukraine über. Es könnte auch genauso gut Schweden den Ukrainern in Deutschland produzierte und von Schweden gekaufte Leopard Panzer, liefern. Nur, weil es in Deutschland produziert wird, wir es verkaufen oder verschenken, heißt das noch lange nicht, dass Deutschland einen Krieg führt und deswegen verklagt werden kann. Wenn ein in Deutschland produziertes Auto, nach Australien verkauft wird, kann man den deutschen Hersteller doch auch nicht verklagen, wenn damit ein Terroranschlag begangen wird. Oh je, ich will da keinen auf falsche klagewellen Gedanken bringen.

 

Der letzte Punkt, auf den ich kommen möchte, befindet sich auf Seite 128, Teil 4 „Kündigen die Russen den Zwei-plus-Vier-Vertrag?“ Es geht hier um den Kasten Bewertung des Autors.

 

Die Aussage des Autors ist hier im ersten Satz so: „Als objektiver Beobachter sollte man sich in beide Seiten hineinversetzen.“ Und sogleich stellt sich der Autor wieder rein auf die Seite Russlands.

 

Auf keiner Seite in seinem Buch, hat er sich in die Seite von Deutschland hineinversetzt. Es kamen nur Anklagen gegen Deutschland, kein Argument, warum Deutschland so entschieden hat, wie es entschieden hat oder entscheiden musste.

 

Wenn man schon schreibt, dass man etwas objektiv von beiden Seiten beobachten sollte, dann sollte man meines Erachtens, dies auch tun.

 

Auch hier muss ich wieder erwähnen, dass ich Bücher aus dem Kopp Verlag sehr gerne lese. Man muss sie aufmerksam lesen, sich Gedanken machen, selbst nachforschen. Sie geben einen guten Diskussionshintergrund mit meiner Familie. Ich diskutiere immer wieder gerne über die Themen und einzelnen Abschnitte in diesen Büchern. Man darf und sollte nur nicht alles für bahre Münze halten, was geschrieben steht und sich selbst ein bisschen Arbeit damit machen.


3 /  5 Sterne



Montag, 13. Mai 2024

Rezension zu "Besatzungszone"


Ich habe das Buch „Besatzungszone“ aus der Feder des Autors Peter Orzechowski gelesen.


Nun muss ich erwähnen, dass wenn ich das Buch für mich richtig gelesen hätte, bestimmt ein Jahr dafür gebraucht hätte. Bei solchen Büchern recherchiere ich gerne alles nach, was ich lese. Da die Zeit dafür zu lange ist, habe ich es ohne große Selbstrecherche gelesen. Leider. Ich hätte das Buch auch nur an meinem PC lesen können, da ich auf dem Handy nicht gerne im Internet suche und etwas nachlese.

Das Buch ist optisch, sowie von der Inhaltsangabe ein richtiger Burner. Das Buch fällt mit der Flagge und dem Adler direkt auf und wartet mit wahren Sensationen auf.

Jedoch sollte man das alles nicht einfach lesen und als komplette Wahrheit annehmen. Vor allen Dingen finde ich dieses Buch leider weit an den Haaren hergezogen. Dies ist bereits das dritte Buch, das ich von dem Autor lese und bei weitem das Anstrengendste.  

 

Man kann das Buch von vorn bis hinten lesen, ohne groß darüber nachzudenken. Dann empfindet man Entsetzen mit all den furchtbaren Veröffentlichungen, die der Autor liefert. Amerika ist die Schreckensmacht der Welt, beherrscht die Nato und Deutschland und bedrängt Russland.

 

Man kann das Buch aber auch lesen, nachdenken und selbst nachforschen. Dann kommt man zu einem ganz anderen Ergebnis.

 

Gut finde ich, dass der Autor in diesem Buch auch einmal etwas selbst anzweifelt und dies als nicht glaubwürdig deklariert.

 

Hier ist zum Beispiel Seite 41 und folgende zu erwähnen. Es ist der Abschnitt „Der Kotan der Kanzler?“. Hier zweifelt der Autor selbst und führt Ungereimtheiten auf. Das finde ich wirklich sehr gut.

 

Was hier in dem Buch wieder auffällig ist, ist das Lieblingsthema des Autors. Ich habe, wie erwähnt, bereits die Bücher „Chaos“ und „Demozid“ gelesen. In beiden hat sich der Autor bereits darüber ausgelassen, dass jeder Kondensstreifen am Himmel Chemtrails versprüht und die USA mit „Geoengeneering“ das Klima beeinflussen würde. In das Buch „Chaos“ hat dies noch gepasst, auch wenn ich dort bereits das Ganze widerlegt hatte. Weder in „Demozid“ noch in „Besatzungszone“ gehört diese Thematik hinein. Trotzdem wiederholt der Autor sie Gebetsmühlenartig.

 

Das Kapitel „Gehirngewaschen“ hätte der Autor eigentlich weglassen können. Hier werden meistens irgendwelche Verbände oder Organisationen aufgezählt und deren Mitglieder genannt. Was mir das im Grund eigentlich sagen sollte, ich weiß es nicht. So ist zum Beispiel eine Aufzählung der Mitglieder des ECFR (Seite 118 und 119 im Buch) über eine Seite lang. Danke für die Info.

 

In den restlichen Kapiteln fährt der Autor mit Halbwahrheiten und bewusst verdrehten „Punkten“ auf.

 

So zum Beispiel Seite 79 in dem Abschnitt „Deutsche Vasallen – Truppen weltweit im Einsatz“.

 

So bezeichnet der Autor die Bundeswehr vor 01. Juli 2011 als eine kaum international einsetzbare Wehrpflichtigen Armee. Die Bundeswehr bestand schon immer aus Wehrpflichtigen, Zeitsoldaten und Berufssoldaten. Es ist richtig, dass Zeitsoldaten eigentlich auch noch als Wehrpflichtige benannt sind. Jedoch verpflichteten sich jene Soldaten mit ihrer Unterschrift an Auslandseinsätzen teilzunehmen. Siehe den Konflikt mit Ex-Jugoslawien. Dort waren bereits deutsche Soldaten vor Ort (Kfor, Sfor, UN-Blauhelme).

 

Weiter geht es im großen Kapitel „Verpflichtet“. So bezieht sich der Autor auf schlecht zu findenden Zahlen der US-Besatzer in Deutschland.

 

Unter der Überschrift „Die Besatzung finanziert der Steuerzahler“ führt er erschreckende Zahlen ins Feld.

 

Hier bedarf es jedoch nur eine kleine Recherche im Internet um das komplette Kapitel umzuwerfen.

 

Zum einen hat der Autor sehr gut bei dem entsprechenden Wikipedia Eintrag abgeschrieben oder hat er ihn vielleicht selbst verfasst? Dann müsste er aber auch wissen, welche Fehler er in seinem Buch gemacht hat.

 

Im speziellen geht es mir hier um die erwähnten „Zahlungen“ der deutschen Steuerzahler an die US-Basen und um die Airbase Ramstein.

 

Wenn man kurz, es hat bei mir keine 5 Minuten gedauert, im Internet recherchiert, findet man heraus, dass Deutschland keine Zahlungen mehr tätigen muss. Deutschland stellt den Boden zur Verfügung, das ist richtig. Bei Bauanträgen und Genehmigungen muss Deutschland in Vorkasse treten. Aber eben nur in Vorkasse und nicht zur Kasse gebeten.

 

Dann wirft der Autor mit Zahlen über stationierte US-Soldaten herum. Soldaten insgesamt 42.450, davon 8.458 Zivilpersonen und 30.919 „andere Personen“. Diese rund 30.000 Personen deklariert der Autor kurzerhand zur starken Geheimtruppe aus Elitekämpfern und Geheimdienstagenten (Seite 97, Kapitel „Die Besatzung finanziert der Steuerzahler).

 

Recherchiert man kurz im Internet findet man ähnliche Zahlen. Jedoch bedeuten diese rund 35.000 Soldaten, 17.000 zivile US-Mitarbeiter und 25.000 Familienangehörige. Wenn ich jetzt von den 17.000 zivilen Mitarbeiten noch 7.000 zu den Soldaten zähle, erhalte ich ähnliche Zahlen, allerdings einen anderen Hintergrund. Weil hier die Familienangehörigen einfach mal zu Geheimdienstagenten und Elitekämpfern werden.

 

Dazu vergisst der Autor auch zu erwähnen, was für eine Wirtschaftskraft die US-Streitkräfte in Deutschland lassen. Es wird in dem Buch komplett unter den Tisch fallen gelassen. Und was der Abzug der US-Streitkräfte in den entsprechenden Regionen finanziell bedeuten würde.

 

Auch wird zum Beispiel dieser „Zwei-plus-Vier-Vertrag“ den, Deutschland zusammen mit Russland, Frankreich, Amerika und England unterschrieben hat, in einem völlig anderen Bild gezeigt, in dem er eigentlich steht. Vor allen Dingen wird moniert, dass kein extra Friedensvertrag erstellt wurde. Wäre anstatt des „Zwei-plus-Vier-Vertrag“ ein Friedensvertrag erstellt worden, hätte dieser mit jeder am zweiten Weltkrieg teilgenommenen Nation ausgehandelt werden müssen. Dazu hätte man bis in alle Ewigkeit Reparations-Zahlungen an alle möglichen Länder zahlen müssen. Ich finde, das ist schon ein gewaltiger Unterschied.

 

Sehr humorvoll finde ich auch immer, dass der Autor sehr Pro-Russisch ist. Ich versuche immer, mir alles neutral anzusehen. Daher kann ich die Richtung des Autors meistens nicht nachvollziehen. In seinen Büchern ist Russland nie der Aggressor, sondern immer nur die arme Nation, die sich ja nur selbst schützen möchte und muss.

 

So wird auch hier wieder erwähnt, wie Russlandfeindlich die Nato sowie gerade Deutschland gegenüber Russland ist. Man vergisst in der heutigen Situation sehr schnell, wie Russlandfreundlich Deutschland unter Bundeskanzler Schröder war. Er ist heute noch mit Putin sehr gut befreundet und macht sich somit mittlerweile Feinde im eigenen Land. Auch Bundeskanzlerin Merkel kam, meines Erachtens, sehr gut mit Russland aus. Sie spricht sogar russisch. Was gibt es besseres, als Verhandlungen direkt zu führen, ohne über einen Dolmetscher zu gehen.

 

Alleine die neue Rot-Grün-Gelbe Regierung tritt jedes Bündnis mit Russland, China und Putin mit den Füßen und versucht, Deutschland mit allen möglichen Ländern in Streit zu ziehen. Das konnte der Autor mit der Herausgabe seiner Buches 2019 aber noch nicht wissen.

 

Was mir in dem Buch auch sehr auf den Zeiger geht, sind die ständigen Anmerkungen „dazu später“. Ich kann nicht wirklich behaupten, ich hätte „später“ noch etwas über einen Punkt von vor X-Seiten gelesen. Ich weiß nicht, was der Autor mir damit sagen wollte. Zumindest eine Information, auf welcher Seite dieses „später“ sich befindet, wäre hier angebracht gewesen.

 

Das Buch „Besatzungszone“ ist für mich echt schwierig. Wenn ich in meiner Rezension wirklich auf alle Punkte eingehen würde, wäre meine Rezension wohl auch locker um die 80 Seiten lang.

 

Da dies zu lange wird und auch nicht wirklich Sinn einer Rezension ist, alles von einem Autor zu belegen oder widerlegen, beende ich meine Rezension an diesem Punkt.

 

Da ich diesmal nicht wirklich mit dem Inhalt klarkam, also auf der Basis von Fehlinformationen seitens des Autors, vergebe ich diesmal nur 2 Sterne. Haben die anderen Werke des Autors noch Spaß gemacht, war mir der Stoff hier zu mühsam.

 2 / 5 Sterne



Freitag, 10. Mai 2024

 Rezension zu „Sonne über Gudhjem – HB“

 

Lennart Ipsen, Kriminalpolizist will es langsamer angehen lassen. Gerade hat er eine Scheidung hinter sich und ist gesundheitlich auch nicht so auf der Höhe.

 

Auf der schönen dänischen Insel Bornholm denkt er, könnte er eine ruhige Kugel schieben.

 

Doch kaum ist er angekommen, findet man schon die erste Leiche. Und bei einer, bleibt es hier auch nicht.

 

„Sonne über Gudhjem – HB“ ist der erste Teil einer Krimi Reihe aus der Feder des Autors Michael Kobr.

 

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Der Sprecher Axel Milberg hat sehr gute Arbeit geleistet.

 

Der Fall an sich ist ganz gut. Leider gibt es von dem Fall in dem Hörbuch recht wenig. Der größte Teil des Hörbuches handelt vom Privatleben des Polizisten Ipsen. Der Umzug, das neue Heim, die Scheidung, die Kinder, einziehen, Zimmer dekorieren, blablabla.

 

Dazu kommt dann noch das furchtbar schlecht gelaunte Deutsche Paar, dass ja eigentlich gar kein Häuschen auf der Insel kaufen darf. Die Kollegin, die hyperlustig und mega arbeitsintensiv ist, die alles kann und weiß, die Kinder, die irgendwie absolut unsympathisch sind.

 

Keine Ahnung. Ich war immer kurz davor, das Hörbuch frühzeitig zu beenden. Da ich es aber nachts beim Arbeiten hörte, konnte ich stellenweise ganz gut einfach weghören.

 

Das Wichtige für mich, der Fall, die Ermittlungen und die Lösung, kamen hier definitiv viel zu kurz. Ich schätze mal, von den 12 Stunden Hörbuch, hätten für mich gute 4-5 Stunden vollkommen gereicht. Fall und Ermittlungen zusammengefasst und fertig.

 

Mich interessiert das Privatleben der Ermittler nicht wirklich. Daher kann ich mit solchen Krimis auch nicht viel anfangen.

 

Die Figuren waren nervig. Und da kann ich nicht einmal bei irgendwem eine Ausnahme machen. Es wurde zu viel Aufsehens um das Essen gemacht. 

 

Ein Krimi sollte ein Krimi sein und bleiben, ansonsten kann man ein Drama draus machen oder eine Liebesgeschichte. Ich konnte mit dem Story leider nicht viel anfangen.

 

1 / 5 Sterne



 

Donnerstag, 25. April 2024

 Rezension zu „Demozid“

 

Ich habe das Buch „Demozid“ aus der Feder des Autors Peter Orzechowski gelesen.

Nun muss ich erwähnen, dass wenn ich das Buch für mich richtig gelesen hätte, bestimmt ein Jahr dafür gebraucht hätte. Bei solchen Büchern recherchiere ich gerne alles nach, was ich lese. Da die Zeit dafür zu lange ist, habe ich es ohne große Selbstrecherche gelesen. Leider. Ich hätte das Buch auch nur an meinem PC lesen können, da ich auf dem Handy nicht gerne im Internet suche und etwas nachlese.

Das Buch ist optisch, sowie von der Inhaltsangabe ein richtiger Burner. Das Buch fällt mit seiner blutigen Weltkarte direkt auf und wartet mit wahren Sensationen auf.

Jedoch sollte man das alles nicht einfach lesen und als komplette Wahrheit annehmen.

 

Die ersten Sätze im Buch sind folgende: „Dieses Buch verbreitet keine Verschwörungstheorie. Dieses Buch will vielmehr den Versuch unternehmen, herauszuarbeiten, ob es eine Verschwörung gegen die Menschheit gibt.“ ( Demozid – Seite 8 Vorwort, Autor Peter Orzechowski) Diese Sätze hätte man besser weglassen sollen. Warum? Der Inhalt des Buches versucht nämlich gar nichts. Der Autor hinterfragt auch nichts, er gibt nur weiter, was er gefunden hat, was seine Theorie unterstreicht. Und das ist, kurz zusammengefasst, die Welt-Elite, an erster Stelle Bill Gates, hat sich zusammengeschlossen um die Menschheit zu dezimieren.

 

Die Menschen werden durch alles Mögliche vergiftet, sterilisiert und infiziert. Sei es nun durch selbst herbeigeführte Nahrungsmittelknappheit, durch Chemtrails, mutwillig erzeugter Klimawandel, angezettelte Kriege oder sonst irgendwie. Nur vergisst der Autor hier, dass wenn man zB über Chemtrails oder selbst erzeugter Klimawandel die Menschheit reduzieren will, auch die Welt-Elite davon betroffen ist. Denn wenn die Luft kontaminiert werden soll, kann sich auch so ein Mensch wie Bill Gates nicht davor schützen.

 

Viele Punkte, die der Autor aufführt, sind mehr als weit hergeholt. Selbst wenn das ein hoher Militär der USA gesagt hat, dann war das ein Mensch. So wird halt alles belegt. Entweder sagt es eine Person oder eine absolute Minderheit. Es werden Zahlen genannt, aber in keinem Verhältnis.

 

Ich nehme dazu ein Beispiel zur Übersterblichkeit. Es wird eine Zahl X genannt, die die normale Zahl übersteigt. Doch, wozu gehört diese Zahl X? Deutschland? Europa? Die Welt? Für mich macht das schon einen Unterschied und sollte erwähnt werden. Natürlich ist es reißerisch, wenn man irgendwelche Zahlen in den Raum wirft und sich darüber moniert. Dabei sollte man allerdings das Verhältnis nicht vergessen und wie die Zahlen zustande kommen.

 

Auch ist hier wieder anscheinend die ganze Welt gegen Russland. Russland wird auch gerne wieder als Opfer gesehen. Auch hier muss ich erwähnen, Russland ist kein armes Waisenkind, das als Opfer gesehen werden kann. Genauso wenig wie Bill Gates als der Teufel in Person dargestellt werden sollte.

 

Man muss auch nicht jedes Ereignis als geheime Verschwörung sehen. Der Autor unterstellt zB der Unfall der Evergreen im Suezkanal wäre inszeniert und geplant gewesen. So wollte man eine Lebensmittelverknappung erschaffen. Das hat ja nicht lange gehalten. Die Evergreen blockierte gerade mal sechs Tage den Suezkanal. Da war nicht viel mit Lebensmittelknappheit zu merken. Also, warum sollte dies extra geschehen?

 

Was ich auch „lustig“ finde, ist dieses pochen auf die Chemtrails. Laut Autor ist jeder Kondenzstreifen am Himmel eine Chemtrail, die das Klima verändert. Wenn man aber etwas im Internet forscht findet man genug Material dazu. Was die Kondenzstreifen sind und welche Flugzeuge Chemtrails versprühen. Auch das Wolken bereits bestehen müssen, um sie abregnen zu lassen.

 

Dazu widerspricht sich der Autor gerne. Einmal ist der Klimawandel nicht durch Menschen gemacht. Etliche Seiten weiter, führt der Autor andere Quellen an, die bestätigen, dass die Menschen für den Klimawandel zuständig sind.

 

Was ich auch gut fand, ist die Frage der Überbevölkerung. Der Autor streitet dies vehement ab. Dabei muss man sich nur die Bevölkerungsentwicklung über die letzten 2000 Jahre im Internet ansehen. Die Zahl explodiert regelrecht. Sie hat sich von 1970 bis 2020 mehr als verdoppelt. Von 1970 mit 3,7 Milliarden zu 2020 mit 7,8 Milliarden Menschen.

 

Wenn man da nicht von einer Explosion reden kann, frage ich mich wirklich. Und wir können auch nicht locker 10 Milliarden Menschen auf dem Erdball gut unterbringen und gleichzeitig auf die Natur achten.

 

Was man sich auch näher ansehen sollte, ist Kapitel 5 – Krieg als Waffe für den Demozid. Auch hier zitiere ich den ersten Satz: „Schon immer war Krieg ein Mittel, um Bevölkerungen zu dezimieren oder hohe Geburtenraten zu <korrigieren>.“ ( Demozid – Seite 189, Kapitel 5, Autor Peter Orzechowski). Diese Aussage finde ich so nicht richtig. Es ist das Ergebnis eines Krieges. Kriege werden allerdings wegen Land und Ressourcen geführt und nicht in erster Linie um die Menschheit zu reduzieren.

 

Des Weiteren unterschlägt der Autor gerne Informationen und Wahrheiten. Gerade im Kapitel 5 ist er sehr Russland freundlich. Für mich kein Problem, da die USA auch nicht besser ist. Allerdings sollte man schon erwähnen, dass die USA die Ukraine im Jahr 2014 mit militärischem Gerät aufgerüstet hat, weil Russland in dem Jahr die Krim annektiert hat. Die Aufrüstung wurde erwähnt, die Krim nicht.

 

Ebenso wird erwähnt, dass der deutsche Militäretat mit einem Sondervermögen aufgewertet wurde. Allerdings laut Autor weit vor dem Ukraine Konflikt. Dabei wurde dies erst nach dem Angriff auf die Ukraine beschlossen. Es wurde zwar vorher schon einmal so ein Papier dem Bundesministerium der Verteidigung vorgelegt, wurde von diesem jedoch abgelehnt. Also passt das Geschriebene im Buch hier auch nicht so wirklich.

 

Man mag für jeden Abschnitt in dem Buch ein Für und Wider haben.

 

Man kann die Punkte so stehen lassen und alles einfach glauben. Man kann entsetzt sein über die Informationen und einen Hass auf bestimmte Personen entwickeln. Panik vor allem und alles bekommen.

 

Man kann alles in die Tonne treten. Nichts glauben und alles für Verschwörungen halten.

 

Man kann aber auch alles hinterfragen, nachlesen, nachforschen und sich selbst Gedanken über das Geschriebene machen.

 

Ich streite nicht alles ab, was der Autor anführt. Das meiste jedoch finde ich einfach eine unnötige Panikmache. Wie schon erwähnt, oft fehlen die Zusammenhänge. Es wird nur in eine Richtung, die geschrieben. Es wird gar kein Für und Wider erwägt.

 

Ein richtig gutes Buch wäre gewesen, wenn der Autor eine Aussage aufführen würde und anschließend beide Seiten erörtert hätte. Kann das sein? Ist das möglich? Oder ist es einfach so unsinnig, dass man es gut widerlegen kann.

 

Ich finde das Buch unterhaltsam. Ich muss gestehen, ich habe viel gelacht und den Kopf geschüttelt. Ich habe einiges nachgelesen, das meiste allerdings so stehen gelassen, weil ich einfach die Zeit zum Recherchieren nicht habe. Ich habe viele Gespräche in der Familie und mit Freunden geführt, wie sie das alles so sehen.

 

Wenn man das Buch so liest, wie ich es getan habe, mit Hinterfragen und Diskutieren mit anderen, dann finde ich das Buch gar nicht mal so schlecht. Es regt wirklich zum Nachdenken und Reden an.

 

Man sollte sich das Buch allerdings nicht kaufen und alles für bahre Münze nehmen, ohne das Gelesene zu hinterfragen.

 

Es ist hier wichtig, mit dem Buch zu arbeiten, hinterfragen, nachfragen, nachlesen. Daher gibt es von mir 3 Sterne für das Buch aus dem Kopp Verlag. Wenn ich mich nicht so sehr damit beschäftigt hätte, hätte ich es für 1 Stern als Schund gewertet. Ich mag es aber, mich mit solchen Büchern auseinander zu setzen.

3 / 5 Sterne



Montag, 22. April 2024

 Rezension zu „Mord zu fünft – HB“

 

Ein seltsamer Mord passiert. Es wird eine nackte Leiche auf einem Baum gefunden. Ohne Kopf und ertrunken. Wie kann so etwas passieren? Und wie kommt der Tote auf den Baum?

 

Die Truppe des „ABS“ ist hier gefragt. Abseitiges, Böses und Skurriles. Quasi die deutsche Akte X Truppe, nur ohne Außerirdische. So in etwa.

 

Zwischen Birnen Schmand Kuchen und Mett Brötchen mit viel Zwiebeln wird hier ermittelt, wer der die das Mörder der kopflosen Leiche ist. Bis eine weitere skurrile Leiche auftaucht.

 

„Mord zu fünft – HB“ ist ein humorvoller Krimi aus der Feder des Autors Kai Magnus Sting.

 

Das Hörbuch ist ein Hörspiel. Es sprechen mehrere Erzähler. Einer besser als der andere. Eine perfekte Truppe für dieses Hörspiel. Ich fand alle genial.

 

Das Hörspiel ist wirklich skurril. Eine Mischung aus Akte X und Traumschiff Surprise. Ich fand es herrlich schräg.

 

Ich muss gestehen, ich habe teilweise so gelacht, dass ich gar nicht so wirklich weiß, wie Brahms und seine Kollegen den Fall aufgeklärt haben. Wie kamen sie eigentlich auf den Täter?

 

Diese Ideen im Mordfall, die Wortschöpfungen und die Personen, einfach genial ausgearbeitet. 

 

Kurz, knackig, humorvoll und ein Krimi ohne viel Schnickschnack drum herum, genau mein Ding. Da muss ich schon sagen, schade dass das Hörspiel nur knapp eine Stunde lang geht.

 

5 / 5 Sterne