Montag, 11. November 2019


Rezension zu „#KillTheRich – HB“

Ein unbedachter Hashtag im Internet stürzt die Welt in Chaos.

Durch #KillTheRich eskaliert es zuerst in Brasilien. Die Armen stürzen sich auf die Reichen. Es wird gemordet und geplündert. Keiner der Geld hat, ist vor dem wilden Mob noch sicher. Es artet ganz aus, als immer mehr Videos von angeblicher Polizeigewalt in den Medien gepostet werden. Brasilien ist am Abgrund und es breitet sich in die ganze Welt hinaus.

Einzig die Diplomatin Conrada van Pauli versucht mit allen Mitteln, das Chaos wieder einzudämmen. Auf der anderen Seite der Welt ist der Journalist Bimal Kapoor ebenfalls dabei, wichtige und geheime Informationen über die Angelegenheit zu suchen.

Kann es den beiden gelingen, die Welt und den Frieden zu retten? Und mit welchen Konsequenzen müssen sie für sich selbst rechnen?

„#KillTheRich – HB“ ist ein Politthriller aus der Feder des Autors Lucas Fassnacht.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Es wurde von mehreren Sprechern gelesen und ich habe den verschiedenen Stimmen gerne gelauscht.

Die Inhaltsangabe hörte sich sehr spannend an. Das einfach gehaltene Cover passt auch sehr gut zur Inhaltsangabe.

Im Buch selbst geht es eigentlich weniger um diesen Hashtag #KillTheRich. Er ist zwar ausschlaggebend, aber man hört von der eigentlichen Sache nicht sehr viel. Viel mehr stehen Conrada und Bimal im Mittelpunkt der Geschichte.

Das Hörbuch ist manchmal schwer zu verstehen. Gerade am Anfang werden sehr viele Abkürzungen von Organisationen verwendet. Wenn man den Roman als Buch liest, kann man gut wieder nachschlagen, was die Abkürzung jetzt war und wohin sie gehörte. Beim Hörbuch geht das leider nicht, daher hab ich oft nicht gewusst, was das Buch gerade von mir wollte. Daher würde ich schon gleich hier erwähnen, dass man in diesem Fall wohl besser zu dem Printbuch, als zu dem Hörbuch greifen sollte.

Die Story selbst fängt auf der Seite von Conrada sehr spannend an. Was mir Bimal sagen will, kann ich auch nicht so nachvollziehen. Seinen Part finde ich verwirrend, sprunghaft und überflüssig. Ich konnte seine Denkweisen und Erkenntnisse nicht wirklich nachvollziehen.

Der Mittelteil des Thrillers ist dann recht spannend. Vor allem, wenn langsam heraus kommt, was da im Ganzen abläuft. Wobei selbst hier nicht viel von der Straße und den Gegebenheiten geschrieben wird.

Zum Ende hin wird der Thriller mehr als utopisch. Das Ende ist so an den Haaren herbei gezogen, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann. Selbst im besten Fantasy Roman, wird das so nicht enden. Manchmal erscheint es mir, als hätten einige Autoren am Schluss keine Lust oder Zeit mehr, sich viel Gedanken über einen passenden, guten Abschluss zu machen und schreiben einfach irgendetwas, damit das Buch endlich zum Ende kommt.

Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht und kein so ein rosa Tütü mit Händeklatschen und Jubelrufe. Da auch gerade Indien zeigt, wie erbärmlich das neue System ist, dass sich der Autor hat einfallen lassen oder auch recherchiert hat. Mehr sage ich da nicht dazu, sonst muss ich spoilern.

Mit der Bewertung tue ich mir etwas schwer. Auf der einen Seite hat mir der Mittelteil gut gefallen. Er war spannend und hat so einiges aufgedeckt. Auf der anderen Seite fand ich viel überflüssig ( zB der Part mit Bimal ), langweilig und zu fiktiv. Daher vergebe ich hier, mit einigen Augen zu drücken, 3 Sterne.

3 / 5 Sterne



Montag, 4. November 2019


Rezension zu „Die Ewigkeit in einem Glas“

London 1863. Es ist eine dunkle und dreckige Zeit. Bridie Devine ist Privatdetektivin, Leichenbeschauerin und Geheimnisträgerin.

Zufällig und unerklärlich bekommt sie durch Zufall einen neuen Begleiter an die Seite. Es ist der Geist von Ruby, ein Ex-Boxer. Bridie glaubt nicht an Geister, kann die Existenz von Ruby aber nicht abstreiten. So ist der Geist fast immer an ihrer Seite.

Bridie erhält vom Baronet Sir Edmund einen kniffligen Auftrag. Seine Tochter wurde entführt, Bridie soll sie finden und wieder zurück bringen.

Doch Christabel scheint kein normales Mädchen zu sein. Kaum einer kennt sie, da sie unter Verschluss gehalten wurde. Alle verschweigen etwas, weil die Lebensumstände des Mädchens mehr als mysteriös sind.

Bridie macht sich auf den Weg, die Geheimnisse zu lösen. Das Geheimnis um Christabel und um Ruby. Und so macht sie sich fürchterliche Widersacher zum Feind und muss bei mehr als einer Person schwer auf der Hut sein.

„Die Ewigkeit in einem Glas“ ist ein fantastischer Krimi aus der Feder der Autorin Jess Kidd.

Ich finde das Cover leider nicht so spannend, wie der Inhalt. Ich glaube, im Laden hätte ich nicht danach gegriffen. Hier zählte alleine die Inhaltsangabe. Der Diamanttropfen und die Kutsche sind auch nicht wirklich passend zur Geschichte.

Dafür hat mir die Story umso besser gefallen. Ich fand es so erfrischend, dass Bridie keine junge, schlanke, supertoll aussehende Frau war. Bridie sieht zwar so gut aus, ist aber eher klein, dick und älter. Und gerade deswegen fand ich sie megaklasse. Ebenso Cora, das schlagkräftige, leichten Damenbart tragende Hausmädchen von Bridie. Herrlich! Endlich einmal eine Autorin, die nicht auf diese Püppchen in ihren Romanen setzt, sondern auf anständige Frauen, die auch mal zuhauen können. Und keine Liebesgeschichte! Ich liebe das Buch!

OK, ich muss eingestehen, die Auflösung mit Ruby ist etwas kniffelig und ich hab sie nicht gleich verstanden. Dazu wird in dem Buch zu viel das Wort „und“ benutzt. Bei Aufzählungen wird anstatt ein Komma fast immer das „und“ gesetzt. Das finde ich schon ziemlich nervig. Die beiden Punkte sind aber jetzt nichts, was ich groß bemängeln würde. Ich wollte es nur einmal erwähnen.

Die Story selbst ist einfach super. Düster, dreckig, feucht, grausam alles was ein fantastischer Krimi braucht. Der Schreibstil ist flüssig und lässt die Seiten nur so dahin fliegen. Es gab keine Ungereimtheiten, keine Fragen, die komplette Geschichte war rund.

Ich kann das Buch nur loben und weiter empfehlen. Es ist halt kein normaler historischer Krimi. Genau das hat mir an dem Buch so gut gefallen, die Charaktere natürlich im Besonderen. Selbst die bösen und wahnsinnigen Charaktere waren einfach super in ihrer Art. Alles passte, alles rund, ergibt 5 Sterne!

5 / 5 Sterne



Montag, 28. Oktober 2019


Rezension zu „The One – HB“

Durch einen Fund in der Genetik ist man auf ein Gen gestoßen, dass es möglich macht, seinen perfekten Partner zu finden. Nur zwei Menschen haben gleichzeitig dieses passende Gen.

MatchyourDNA macht das große Geschäft mit der Liebe. Millionen Menschen senden ihr Genmaterial an die Firma um ihren perfekten Partner kennen zu lernen.

Doch ist dieses System wirklich perfekt? Was machen Menschen, die bereits denken, sie hätten den perfekten Partner auch so gefunden? Was wenn man ein Match hat, mit dem man auf keinen Fall ein Match haben möchte? Was passiert, wenn der passende Partner auf der anderen Seite der Welt wohnt?

„The One – HB“ ist ein Roman aus der Feder des Autors John Marrs.

Ich habe das Buch als Hörbuch gelesen. Gesprochen wurde es von dem Sprecher Charles Rettinghaus. Ich muss sagen, der Sprecher hat eine wirklich schöne Stimme, keine Frage. Allerdings sollte er keine Hörbücher sprechen. Der Text war irgendwie einfach durchgesprochen. Ich konnte kaum Unterschiede in Gesprächen merken, so war es sehr schwer für mich zu erkennen, wer gerade redete.

Auch war der Text so aneinandergereiht, dass ich oft nicht merkte, dass bereits ein neues Kapitel mit anderen Leuten angefangen hatte. Dadurch dass sich manche Namen auch noch sehr ähnlich waren, wie Ally und Sally, viel es mir besonders schwer.

Während des Hörbuches fand ich mich völlig verloren. Ich wusste nicht, wie viele Schauplätze wirklich vorhanden waren. Am Ende stellte ich zwar fest, dass es nur fünf waren, es hätten aber auch fünfzehn sein können.

Vom Inhalt her war ich zuerst ziemlich enttäuscht, da ich dachte, es geht um diese Firma. Ich stellte mir ein Hörbuch ähnlich von „The Circle“ vor. Machenschaften der Firma, wie die Leute der Sache verfallen und ähnliches. Ich muss hier allerdings erwähnen, dass dies nicht so ist. Es geht zwar um die Firma, aber in erster Linie um die fünf Schicksale.

Ich fand die ganze Story für mich recht zäh und eher langweilig. Warum ich trotzdem auf die drei Sterne komme? Die letzten Kapitel haben dann wirklich so einiges heraus gerissen. Wie die ganzen Storys am Ende aufgedröselt wurden, hat mir dann doch sehr gefallen. Allerdings muss man es echt bis dorthin aushalten können. Ich denke, dass hier das Printbuch besser als das Hörbuch ist. Zumindest kann man dann auch gleich die neuen Kapitel erkennen und auch noch einmal zurück blättern um etwas nachzulesen.

Im Ganzen ein etwas langatmiges Werk, dass am Ende ein paar gute Wendungen aufzuweisen hat. Mich hat zwar nicht alles überrascht, weil ich es mir denken konnte, aber es war wirklich sehr gut umgesetzt.

3 / 5 Sterne



Sonntag, 27. Oktober 2019


Rezension zu „Willow – Eine Außerirdische in England“

Willow, ist ein Außerirdischer im Körper einer Frau. In dieser Phase zieht es ihn nach England.

Hier muss er lernen, was es heißt, weiblich zu sein. Ein neuer Körper, neue Gefühle und neue Menschen.

Recht schnell findet Willow einen Job als Fish & Chips Verkäuferin. Ganz nebenbei freundet sie sich mit den Mitarbeitern an und wird Mitglied einer Hooligan Truppe.

Na, dann mal ran an die schöne neue Welt.

„Willow – Eine Außerirdische in England“ ist der zweite Band über den Außerirdischen im menschlichen Körper aus der Feder des Autors Stefan Rensch.

Die Art des Buches muss man mögen, ansonsten kann man leicht enttäuscht sein. Das Werk selbst ist gestaltet und geschrieben wie ein Tagebuch. Eigentlich ist nicht viel Text vorhanden, dafür sehr viel leerer Platz. Es gibt für jeden Tag einen Eintrag, auch wenn es sich nur um ein paar Worte handelt. Jeder Monat wird mit einem Bild von Willow eingeleitet.

Willow ist mir gleich schon sympathisch. Sie liebt die Musik von Judas Priest, Manowar und Co. Liebe! Dazu sieht sie sich Videos von Kajagoogoo und Duran Duran an. Liebe! Es ist schön zu lesen, dass ein Autor so viele mir bekannte und beliebte Bands kennt und in sein Werk mit einbindet.

Der Humor im Buch ist genau meiner. Schräg humorvoll, supischöni. Ich musste echt sehr viel lachen. Sie ist natürlich total tapsig und dusselig, verwechselt so einiges und kommt nicht immer mit. Ich fand den Humor nicht doof oder nervig, sondern einfach lustig. Liebe!

Das Buch ist halt ein merkwürdiges Werk. Man muss es mögen oder eben nicht. Ich empfehle hier auf jeden Fall einen Blick ins Buch zu werfen, bevor man es sich kauft. Ich fand das Werk einfach nur … Liebe! Superschöni!

Wer es gelesen hat, weiß, was ich mit den ständigen „Liebe!“ und „Superschöni!“ Einwürfen meine.

5 / 5 Sterne



Mittwoch, 16. Oktober 2019


Rezension zu „No Exit – HB“

Darby Thorne ist in einem Schneesturm auf dem Weg zu ihrer an Krebs erkrankten Mutter.

Unterwegs muss sie allerdings einen Stopp einlegen, da es bei dem Sturm kein Durchkommen mehr gibt. Bei einem abgelegenen Restaurant findet sie ein paar andere Menschen, die auch den Sturm absitzen müssen.

Als Darby zwischendurch draußen auf der Suche nach einem Handy Netz ist, findet sie in einem der Wagen ein Mädchen. Die Kleine ist in einem Hundekäfig eingeschlossen.

Darby werden zwei Dinge klar. Zum einen muss sie das Mädchen retten. Zum anderen wird ihr bewusst, dass sich der Täter unter den Anwesenden im Restaurant befinden muss.

„No Exit – HB“ ist ein Thriller aus der Feder Autors Taylor Adams.

Gehört habe ich das Buch als Hörbuch. Die Sprecherin Angelika Naujokat hat sehr gute Arbeit geleistet. Ihrer Stimme habe ich gerne gelauscht.

Das Buch selbst, war leider mehr als abstrus. Ich muss sagen, ich habe es nur fertig gehört, weil ich dachte, da kommt noch ein Knaller a la „From Dusk till Dawn“.

Der Inhalt war leider so unwirklich, dass ich echt dachte, da müssen doch noch irgendwo Dämonen oder Teufel oder sonstige Gestalten auftauchen. Dazu wurde auch irgendwie mehrfach hingewiesen, vom Namen der Raststätte her oder dem Standort. Wie gesagt, ich dachte gleich an „From Dusk till Dawn“. Leider hat es in der Hinsicht aber weit gefehlt.

Um zu zeigen, wie unsinnig der Inhalt war, gebe ich ein paar wage Beispiele. Der Autor schreibt recht früh im Buch, dass dort Temperaturen herrschen von Minus 19 Grad, dazu den Schneesturm nicht zu vergessen. Keiner der Protagonisten hat eine Jacke an, einen Schal, Mütze oder gar Handschuhe. Alle laufen in Hoodies, Beenies oder T-Shirts herum. Dazu hat Darby gerade mal ein paar Converse Turnschuhe an. Ich weiß nicht, wie das Kälteempfinden des Autors ist, ich kann nur sagen, ich trage nachts Zeitungen aus. Vor ein paar Jahren hatten wir Temperaturen von Minus 15 Grad. Ich hatte Skihosen an und einen dicken Parka über meine Klamotten. Von Handschuhen, Schal, Mütze und dicken Stiefeln rede ich schon gar nicht. Ich hatte kalt! Und wieder dachte ich, ein Traum, Twilight Zone, Wahnvorstellung?

Dann wandert man über eine Stunde mit fast null Klamotten am Leib durch die Gegend. Später Kilometerweit vom Wagen zurück ins Restaurant. Und es hat keiner kalt. Und wieder meine Gedanken, was ist Wirklichkeit und Vorstellung?

Außerdem könnte mir der Autor bitte mal vormachen, wie man mit einem Bauchschuss, auf dem Bauch liegend, die Hände mit Handschellen hinter dem Rücken gefesselt, als Rechtshänder mit der linken Hand auf den rechten Unterarm eine Adresse schreiben kann. Wobei eine Person daneben steht, der man es auch hätte sagen können.

Ich denke, ich hab nicht zu viel verraten. Es sind allerdings Punkte, die meine geringe Sternezahl erklären und von mir sehr vage gehalten wurden.

Das Hörbuch hat auch ein paar überraschende Wendungen, keine Frage. Aber immer, wenn ich dann aufhörte und mich freute, dass es endlich mal richtig interessant wurde, kam dann recht schnell wieder irgendetwas, das mich die Augen rollen lies.

Man sollte als Autor vielleicht etwas aufmerksamer seine Bücher schreiben und auch mal überlegen, ob das, was man so schreibt, auch zutreffen könnte. Ich könnte auch noch sagen, dass vielleicht zu viel aus dem Buch heraus gekürzt wurde, ist mir auch schon passiert. Dass am Ende das Hörbuch so unsinnig gekürzt wurde, dass man gar nichts mehr verstanden hat. Aber hier hatte ich leider die ungekürzte Ausgabe, würde also mit dem Buch dann auch nicht besser werden. 

Wegen den paar Überraschungen in der Story vergebe ich dann noch 2 Sterne.

2 / 5 Sterne



Donnerstag, 10. Oktober 2019


Rezension zu „Melmoth“

Helen Franklin lebt in Prag. Sie arbeitet dort. Eines Tages bekommt sie ein seltsames Manuskript. Es erzählt von Melmoth die dazu verdammt ist, ewig auf der Erde zu wandeln.

Helen glaubt die Geschichte nicht. Noch nicht. Denn langsam beginnt sie, dunkle Schatten zu sehen. Ist das Melmoth, die sie verfolgt?

„Melmoth“ ist ein Roman aus der Feder der Autorin Sarah Perry.

Das Cover mit den glänzenden Federn ist so wunderschön und Geheimnisvoll, dass es mich sofort angesprochen hat. Die Inhaltsangabe hört sich dann auch sehr spannend und voller Geheimnisse an.

Die Story selbst fand ich ziemlich schwer. Um ehrlich zu sein, es war überhaupt nicht meine Welt. Ich schätze, ich bin für solche Bücher und Themen nicht gemacht.

Den Schreibstil fand ich schwierig für mich, aber für Liebhaber gehobener Belletristik ist er mit Sicherheit grandios. Dass ich hier nicht viel verstand, wird dann wohl an mir liegen.

Die ganze Dramatik und Melancholie lag mir auch nicht. Stellenweise konnte ich mich erst gar nicht auf den Text konzentrieren. Ich fand das Buch auch nicht spannend oder sehr geheimnisvoll. Vielleicht bin ich auch einfach nicht religiös genug, um den tieferen und genialen Hintergrund des Buches zu erkennen.

Als ich den Roman beendet hatte, konnte ich mich kaum an den Anfang erinnern. Daher kann ich auch nicht viel über das Buch sagen.

Deswegen halte ich meine Rezension hier auch kurz, da ich eigentlich nicht viel sagen kann. Ich vergebe auch drei anstatt zwei Sterne, da ich zwar nicht damit klar kam, das Werk aber trotzdem auch seine Stärken hatte.

3 / 5 Sterne




Mittwoch, 2. Oktober 2019


Rezension zu „Green Witch“

Elisabeth Aurora „Lizzy“ Vermeer, ist eine Junghexe die mit ihrem zwölften Geburtstag eine Lehrerin zugeteilt bekommt. Bis dahin weiß sie noch nicht, was ihre Hexenkünste eigentlich werden.

An dem Abend versammeln sich die Tanten und Großtanten um zu entscheiden in welcher Magie Lizzy ausgebildet wird. Das Buch hat schon Großtante Camilla ausgewählt. Sie ist eine Kräuterhexe, was Lizzy so gar nicht gefällt. Sie mag keine langweilige Kräuterhexe werden.

Da platzt noch eine letzte Hexe in die Runde. Ava, die Meerhexe. Lizzy würde so gerne eine Meerhexe werden. Aber nun muss sie mit Camilla reisen und eine Kräuterhexe werden. Oder kann sich noch etwas ändern, und die kann doch mit Ava gehen?

„Grenn Witch“ ist ein bezauberndes Jugendbuch aus der Feder der Autorin Andrea Russo.

Ich fand das Cover schon wunderschön. Die Farben sind einfach fantastisch. Dazu die glänzende Schrift, Punkte und Haarsträhnen. Einfach schön.

Lizzy ist einfach ein so nettes Mädchen, keine Allüren, keine nervigen Angewohnheiten, kein Gejammer oder Genöhle. Ich hätte sie vom Blatt weg adoptieren können.

Stina, ihre Freundin, ist quirlig und genauso liebenswert wie Lizzy. Tim hat zwar ein kleines pelziges Problem, passt aber wunderbar zu den beiden Mädels.

Auch Camilla ist einfach zum Umarmen und herzen. Eigentlich sind alle Personen in dem Buch einfach perfekt.

Es ist so selten, dass ein Jugendbuch so rund und wunderbar ist. Meistens hat man die ein oder andere Person, die einfach nur nervig ist. Hier konnte ich fast nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

Die Story ist auch schön und spannend dazu. Ein wirklich rundum gelungenes Gesamtwerk. OK, vielleicht müsste Großtante Camilla noch ein Bad in den Turm einbauen, um wirklich alles perfekt zu haben. Da ich persönlich aber die über 100 Stufen nicht laufen musste, konnte ich locker darüber hinweg sehen.

Da ich nur loben kann und nicht mehr zu sagen ist wie: „Lesen! Lesen! Lesen!“, beende ich hier meine Rezension und vergebe volle Sterne.

5 / 5 Sterne