Dienstag, 6. Oktober 2015

Rezension zu „Dreikönigssingen“

Es ist eine stürmische Nacht in Münster. Eine Nacht in der gute Dorfleute zur Heiligen Maria beten, damit ihnen nichts passiert. Doch auch das hilft alles nichts, morgens wird der Bauer Alfons Kerkering tot auf seinem Hof gefunden. Erschlagen. Die Polizei vermutet, dass es der Einbrecher war, der im Moment die Gegend unsicher macht. Aber Tönne Oldenkott wäre nicht Tönne Oldenkott, wenn er das glauben würde. Zumal seine Tochter auch noch etwas Verdächtiges gesehen hat. Aber dann kommt dem möchte gern Ermittler Tönne etwas Schwerwiegendes in seine Ermittlungen. Das Dreikönigssingen seiner Enkeltöchter, für die er privater Fahrer spielen soll … wobei … eigentlich kommt ihm das doch sehr gelegen. Immerhin kommt man dann in der Nachbarschaft herum ohne Verdacht zu erregen …

„Dreikönigssingen“ ist der zweite Krimi um den selbsternannten Ermittler Tönne Oldenkott.

Tönne ist ein typischer älterer Herr aus dem Dorf, der denkt, die Polizei hat keine Ahnung vom Dorfleben und weiß schon dreimal nicht, wie das Dorfleben tickt. Der Autor hat mit Tönne eine schöne schräge Figur geschaffen. Tönne ist ein typischer älterer Dorfmensch, den man auch gerne mal am Kragen aus den Wohnzimmern der Nachbarn ziehen würde. Ich lebe selbst auf dem Dorf und kenne solche Knalltüten in Natura und kann mir Tönne daher sehr gut vorstellen.

Der Krimianteil hat mir auch gut gefallen. Die Spannung sowie die Vermutungen wer der Täter und wie der Tathergang nun wirklich war stieg. So weit so gut, hat mir das Buch gefallen.

Was mir allerdings sehr quer lag, war die Polizistin Gül, von allen aber eher Lisbeth genannt. Eigentlich war Gül eine taffe Frau und hat mir gefallen. Jedoch mutierte sie alleine beim Gedanken an den einen Typen in eine hirnlose Dumpfbacke. Da ich Liebesgeschichten in keinem Buch, außer in Liebesgeschichten mag, lagen mir diese Szenen schwer im Magen. Zumal Gül halt auch noch in diesen Punkten hirnlich so total auf Null schaltete, dass ich nur noch mit den Augen rollen konnte. Das ging dann auch so weit, dass ich die Szenen irgendwann einfach überblättert habe.

Daher auch nur die 3 Sterne der Bewertung. Für Krimileser, Liebhaber schräger Figuren und Liebesgeschichten mit dahinschmachtenden Frauen ist das Buch sehr zu empfehlen.


3 / 5 Sterne


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