Dienstag, 23. Juli 2019


Rezension zu „Tarean – Sohn des Fluchbringers“

Vor sechzehn Jahren machte Tareans Vater einen großen Fehler. Durch ihn errang der Hexenmeister Calvas die Macht und konnte so die Menschen versklaven. Somit wurde der Held Anrean zum „Fluchbringer“.

Sechzehn Jahre lang wird Tarean beschimpft und verachtet. Alle geben ihm die Schuld an dem damaligen Versagen seines Vaters. Nur Wilfert, der ehemalige Knappe von Anrean, steht zu Tarean.

Jetzt will Tarean endlich den Namen seines Vaters reinwaschen und beenden, was dieser nicht konnte. Er will sich Calvas, dem Hexenmeister stellen und ihn endlich töten.

Er macht sich auf den Weg, gerüstet mit dem Schwert seines Vaters und den Ratschlägen seines Lehrmeisters. Auf seinem Weg wird er aber nicht lange alleine bleiben.

„Tarean – Sohn des Fluchbringers“ ist der erste Band der Tarean Trilogie aus der Feder des Autors Bernd Perplies.

Ich habe hier die überarbeitete, illustrierte Jubiläumsausgabe in der Hand. Ich kann aber keine Vergleiche zur ursprünglichen Ausgabe machen, da ich sie nicht kenne.

Gleich nach dem Vorwort des Autors ist eine große Karte zu finden. Ich liebe Karten in Fantasy-Büchern. So kann man immer sehen, wie sich der Autor sein Land, seine Welt vorgestellt hat und man kann nachvollziehen, wohin es die Helden gerade verschlägt.

Im laufenden Text sind dann auch die Illustrationen zu finden. Nach meinem Geschmack hätten es sogar noch ein paar mehr sein dürfen. Nach doppelter Danksagung des Autors kommt dann noch ein Personenregister und ein Making of Tarean. Beides hat mir sehr gut gefallen. Vor allem das Making of war sehr interessant zu lesen.

Die Story selbst ist jetzt nicht so mega neu. Der Held der in Ungnade fällt und das Böse, das gewinnt. Der verachtete Sohn, der den Namen seines Vaters rein waschen will und loszieht, das Böse zu besiegen. Unterwegs dahin, trifft er dann ein paar Mitstreiter, die das gleiche im Sinn haben.

Trotzdem fand ich manche Ideen des Autors sehr erfrischend. Den Wer-Bären zum Beispiel. Ein Bär, der sich in einen Menschen verwandeln konnte. Also kein Mensch, der sich in einen Bären verwandelt. Wobei mich das irgendwie auch an den russischen Film „Guardians“ erinnert. Egal, ich fand es gut.

Ansonsten kommt auch so die ein oder andere Überraschung im Buch vor. So befindet man sich zwar in der typischen mittelalterlichen Fantasy Welt, hab aber trotzdem auch ein Flugschiff. Was jetzt so gar nicht in diese Welt passen will.

Ich fand, den Schreibstil konnte man gut und flott lesen. Was mir nicht so gefällt ist, dass die Seiten so zugeschrieben sind. Ich mag es nicht sehr, wenn ich ein Buch so auseinander knicken muss, dass ich innen noch etwas lesen kann. Ich hasse Leserillen in Büchern. Dafür kann der Autor aber nichts, das muss ich dem Verlag ankreiden, daher auch nur eine Anmerkung und es hat keinen Einfluss auf die Sterne.

Im Großen und Ganzen fand ich das Werk wirklich gut und es hat mir gefallen. Nicht so viel neues, einiges vorhersehbar, aber trotzdem hat es Spaß gemacht, das Werk zu lesen.

5 / 5 Sterne



Montag, 22. Juli 2019


Rezension zu „Arcanum – Im Zeichen des Kreuzes – HB“

Normalerweise fange ich hier mit einer kleinen Inhaltsangabe an. Bei diesem Hörbuch geht das allerdings nicht. Ich könnte hier nur das wiedergeben, was auf der CD als Inhaltsangabe steht und das ist wenig sinnvoll.

Der Autor des Buches ist Chris Kuzneski. Gesprochen wurde das Hörbuch von Michael Schwarzmaier. Es ist ein Exemplar aus der Bild am Sonntag Thriller Edition.

Die Qualität des Hörbuches war so schlecht, dass ich dachte, ich höre einem alten raunzenden Grammophon zu. Die Qualität war schlichtweg nicht zu ertragen. Am Anfang der zweiten CD habe ich dann aufgegeben und die Qual für meine Ohren beendet.

Gelesen wurde die erste CD in einem Stück. Man befand sich zwar an mehreren Orten mit verschiedenen Personen, musste aber selbst immer herausfinden, wo man sich gerade aufhielt. Was einem sehr schwer gefallen ist, da man mit den Gedanken eh ständig abdriftete. Wenn man kaum etwas versteht, schweift die Konzentration ab.

Im Großen und Ganzen denke ich aber, ich habe absolut nichts verpasst. Die Stellen, die ich hörte waren einfach gesagt, schlecht. Es war in keiner Minute spannend oder mitreißend. Es war alles eher nervig und langweilig, bzw. mordsmäßig übertrieben.

So, flüchten der Herr Professor und die liebliche Mitarbeiterin nicht zur örtlichen Polizei, nein, man fährt mit dem Bus zur nächsten Stadt. Weil die örtliche Polizei einen Helikopter mit Spezial Kämpfern hat. Aha, das nenn ich mal eine örtliche Polizei, wow. Unterwegs wird dann der Bus fix mit einer Panzerfaust klein gemacht und die überlebenden Leute mit einem Flammenwerfen gegrillt. Lecker. Einen Flammenwerfer und die gute alte Panzerfaust hat man gerne mal im Handgepäck dabei.

Der einzige Thriller-Anteil an diesem Hörbuch war, die erste CD zu überstehen. Ansonsten fand ich alles einfach bis ins lächerliche überzogen und übertrieben. Zum größten Geheimnis des Christentums wollte ich schon gar nicht mehr vordringen. Sein Geheimnis wird mir wohl bis in alle Ewigkeit verborgen bleiben.

1 / 5 Sterne




Rezension zu „Akte Weiss – Das Geheimlabor – HB“

Dr. Victor Holland wird nachts überfallen, weil er geheimes Beweismaterial erhalten hat. Angeschossen läuft er Cahty Weaver vor’s Auto. Diese bringt den äußerst gutaussehenden, angefahrenen Typen ins Krankenhaus.

Nach Abgabe ihrer Angaben, macht sie sich auf den Weg zu ihrer schwangeren Freundin.

Doch nun sind die Auftragsmörder nicht nur hinter Victor her. Auch Cathy steht im Visier der Mörder.

„Akte Weiss – Das Geheimlabor – HB“ ist ein Roman aus der Feder der Autorin Tess Gerritsen.

Ich habe das Buch versucht als Hörbuch zu hören. Der Sprecher war Gerd Alzen und hat seine Arbeit soweit gut gemacht.

Das Hörbuch ist mit seinen rund 200 Minuten ein recht kurzes Hörbuch. Aber selbst diese Distanz habe ich nicht geschafft.

Völlig entnervt habe ich nach der ersten gehörten CD aufgegeben. Normalerweise schreibe ich genau, was ich an einem Buch oder Hörbuch nicht gut fand. In diesem Fall allerdings wüsste ich nicht, wo ich anfangen oder auch nur aufhören sollte. Ich würde wahrscheinlich mehr Zeit damit verbringen, aufzuzählen was an der ersten CD schlecht war, als die erste CD wohl an Länge hätte.

Daher fasse ich mich kurz und sage einfach nur, selten so einen inhaltlichen Müll gehört. Schade, dass man keine Minuspunkte vergeben kann.

1 / 5 Sterne




Rezension zu „Grossstadtsumpf“

An einem See bei München wird eine weibliche Leiche gefunden. Vergewaltigt und verstümmelt.

Das ruft Hauptkommissar Bruno Brandi auf dem Plan. Zusammen mit seiner Kollegin Laura Sperling beginnt er die Ermittlungen.

Recht schnell ist die Identität der Leiche geklärt. Und auch ihr Mörder ist eigentlich schnell gefunden. Doch es passt so einiges noch nicht zusammen. Vor allen Dingen, als der angeblich überführte Täter ebenfalls ermordet wird.

Ganz langsam driften die beiden Ermittler in den Sumpf von organisiertem Menschenhandel und Zwangsprostitution ab. Und dann wird es richtig gefährlich.

„Grossstadtsumpf“ ist ein Krimi aus der Feder des Autors Leo Valdorf.

Ich fand die Story an sich einfach großartig. Es war einfach ein normaler Krimi. Ok, man bekommt ekelhafte Einblicke in das Milieu von Zwangsprostitution und Menschenhandel. Man erfährt ansatzweise, wie die Frauen misshandelt und gedemütigt werden. Trotzdem fand ich den Krimi wirklich gelungen. Er ist nicht übertrieben und von Aktion durchzogen, wie so manch anderer Krimi mittlerweile ist.

Auch fehlt hier die Liebesgeschichte gänzlich. Ein Buch ohne Liebestüdeleien ist heutzutage schon etwas Seltenes. Bruno und Laura sind zwar ein tolles Ermittlerpaar und verstehen sich gut, aber von Liebe ist weit und breit nichts zu sehen.

Der Schreibstil ist spannend und flott. Die kurzen Kapitel lassen sich super und schnell lesen. Man fiebert und leidet richtig mit.

Wenn man die Seite von Irina, eine Zwangsprostituierten liest, ist der Krimi sehr brutal und bedrückend. Zumal das ja keine Science Fiction ist, sondern es vielen Frauen so ergeht. Leider wird zu oft in den Medien die Augen vor solchen Schicksalen und Machenschaften verschlossen.

Leider ist das Buch schon 13 Jahre alt und der Autor hat keinen weiteren Roman mit dem Ermittlerpaar Brandi und Sperling geschrieben. Schade, ich hätte gerne weitere Fälle mit den beiden gelesen.

5 / 5 Sterne





Rezension zu „Dunkelsommer“

Vor drei Jahren ist Lelles Tochter Lina morgens an einer Bushaltestelle verschwunden. Seit dem ist er auf der Suche nach ihr.

Mittlerweile ist seine Ehe kaputt und er am Ende seiner Kräfte. Aber er weiß, dass Lelle noch irgendwo ist und lebt. So fährt er Sommer für Sommer die Strecken ab und sucht an den unmöglichsten Orten nach ihr.

Meja zieht mit ihrer Mutter zum neuen Liebhaber auf einen abgelegenen Hof. Meja ist genervt und einsam. Sie versteht sich nicht wirklich mit ihrer Mutter. Der Neue versucht zwar nett zu Meja zu sein, doch sie misstraut ihm.

Dann lernt Meja einen Jungen kennen und verliebt sich.

Das Drama beginnt seinen Anfang.

„Dunkelsommer“ ist ein Spannungsroman aus der Feder der Autorin Stina Jackson.

Das Cover fand ich einfach fantastisch. Der dunkle Wald mit den Autoscheinwerfern. Schön düster und Angsteinflößend. Dazu die spannende Inhaltsangabe, also musste ich zugreifen.

Da ist Lelle, ein abgewrackter Lehrer, der seine Tochter sucht. Gut, auf der einen Seite konnte ich ihn schon verstehen, auf der anderen Seite ging er mir gehörig auf die Nerven. Er hörte nicht einmal auf seinen Freund, den Polizisten. Bekam dafür dann aber immer recht oft, wohl von seiner Seite aus sehr unerwartet, eines auf den Schädel. Ich hätte ihm auch öfters gerne ein paar gewischt, weil er einfach nicht hören konnte.

Meja, ok, sie ist ein genervter Teenie. Ihre Mutter auch mehr als anstrengend. Meja suchte Liebe und Geborgenheit, kann ich verstehen. Da kommt man auch mal ganz schnell in die falschen Kreise.

Spannend fand ich das Buch jetzt nicht wirklich, eher langatmig und zäh. Und wenn dann innen das Buch noch als neue Netflix Serie vorgeschlagen wird, frage ich mich, ob wir zwei verschiedene Bücher gelesen haben.

Das Buch hat 350 Seiten. Auf Seite 290 wird es dann auch wirklich spannend, aber auch nicht sehr lange. Vielleicht sollte man hier keinen Aufkleber mit „Spannungsroman“ verwenden, sondern eher „Drama“. Für mich war das Buch eher ein Drama mit psychisch düsterer Stimmung. Hier eher das Gegenteil von Spannung.

Der Schreibstil an sich lies sich super und schnell lesen. Die Abschnitte im Buch waren auch kurz, so dass man recht fix durch war. Vor allem wenn man dachte, im nächsten Abschnitt wird es bestimmt spannend.

Leider war das Buch nicht so mein Ding. Ich fand auch, dass das Thema des Covers und der Inhaltsangabe etwas verfehlt wurde. Da ich mir hier etwas spannenderes und rasanteres vorgestellt hatte, war ich am Ende dann doch eher enttäuscht als begeistert.

2 / 5 Sterne




Rezension zu „Profiling Murder 2 – Kalter Abgrund – HB“

Laurie Walsh zweifelt mittlerweile an ihrem neuen Beruf. Es ist nicht leicht Sozialarbeiterin zu sein. Da kommt es ihr gerade Recht, als ihr ehemaliger Partner Jake sie wieder um Hilfe bittet.

Ein Mann hat seine Verlobte auf brutale Art und Weise ermordet. Er stellt sich gleich der Polizei und behauptet, Stimmen hätten es ihm befohlen.

Doch Jake glaubt der Aussage nicht. Laurie ist Jakes Meinung und zusammen versuchen sie, Licht in diesen dunklen Fall zu bringen.

„Profiling Murder 2 – Kalter Abgrund – HB“ ist der zweite Teil der Kurzkrimi-Reihe aus der Feder der Autorin Dania Dicken.

Genossen habe ich das Buch als Hörbuch. Die Sprecherin war Nicole Engeln, die ihre Sache sehr gut gemacht hat.

Wie im vorigen Band fand ich Laurie und Jake sehr sympathisch. Trotzdem, dass ihre Wege auseinander gingen, sind sie immer noch ein super Ermittlerpaar.

Lauries neuer Freund mochte ich im ersten Teil schon nicht sehr. Er ist mir auch hier eher negativ aufgefallen. Ich mag solche eifersüchtigen Personen nicht. Das am Ende hätte ich ihm trotzdem nicht gewünscht. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, sonst spoilere ich noch.

Was ich normalerweise an Krimis nicht so mag ist, wenn ich schon am Anfang weiß, wer der Täter ist und wie alles passiert ist. Hier machte es mir aber wirklich gar nichts aus. Dies liegt wohl auch daran, dass das Hörbuch so schön knackig kurz ist.

Auch der zweite Teil der Reihe hat mir super gefallen.

5 / 5 Sterne



Montag, 15. Juli 2019


Rezension zu „Shattermoon“

Aurelia Kent, genannt Orry, lebt mit ihrem Vater Eoin und Bruder Ethan auf dem Raumfrachter „Bonaventure“.

Ihr neuster Coup ist es, einem reichen Schnösel ein antiquarisches Buch zu verkaufen. Doch der Herr hat nicht genug Geld dafür dabei und muss so seinen Anhänger noch drauf legen. Orry will ihn unbedingt haben.

Doch genau dieser Anhänger ruft so einige andere Personen auf den Plan. Vor allen Dingen, weil dieser reiche Schnösel jetzt auch noch tot ist und Orry als Täterin ganz oben auf der Liste steht.

„Shatermoon“ ist ein Science Fiction Roman aus der Feder des Autors Dominic Dulley.

Ich fand das Cover und die sehr kurze Inhaltsangabe doch spannend. Eine Frau auf der Flucht und die gesamte Galaxis auf ihren Fersen. Das muss ja mega werden.

Leider wurde ich doch sehr enttäuscht. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. An sich ist alles einfach geschrieben und lässt sich soweit gut lesen. Es gibt Gegenstände die der Autor nicht erklärt. Das mag ich schon mal nicht. Ich kann mir zwar in etwa vorstellen, was es sein soll, doch sollte ein Autor seine Erfindungen schon erklären können.

Schon den Anfang auf der Party fand ich nicht sehr gelungen. Alles so aufgesetzt, vorprogrammiert und eher seltsam, als spannend.

Und so geht es halt weiter. Orry ist eher unsympathisch. Ich mochte sie einfach nicht. Es macht ihr auch nicht viel aus, was mit dem Raumfrachter und der Besatzung passierte. Es erscheint bei ihr eher beiläufig. Und bei mir dümpelte alles irgendwie nur dahin.

Auch die anderen Personen aus dem Buch bleiben mir eher unsympathisch. Ich mochte keinen wirklich leiden.

Auf der einen Seite finde ich das Buch etwas lasch und kindisch erzählt. Auf der anderen Seite muss der Autor das dann wohl mit übertriebener Härte und Sprache ausgleichen. Ich fand das Buch hatte absolut keine Balance.

Es war eigentlich sehr schade um das Buch. Doch irgendwann fing ich dann an, schneller die Seiten zu überfliegen und las es am Ende nicht einmal fertig. Die Story konnte mich so gar nicht mitreißen. Und ständige Aktion macht ein Buch auch nicht gerade besser. Wenn schon wieder geballert und geflüchtet wird, erinnert mich das mehr an „Alarm für Cobra 11“, als an einen guten Science Fiction Roman.

Ich konnte mit dem Roman wirklich nicht warm werden. Hier wäre wohl ein bisschen weniger, mehr gewesen. Nur ein Stern, weil ich es hier nicht einmal bis zum Ende geschafft habe.

1 / 5 Sterne