Mittwoch, 16. Januar 2019

Rezension zu „Blake – HB“

Blake arbeitet als freier Mitarbeiter für’s FBI. Er hilft bei Entführungsfällen, wenn die Ermittler des FBI nicht weiter kommen. Er sieht Dinge und Zusammenhänge, die anderen meistens verborgen bleiben.

Doch das ist nicht der einzige Punkt, der ihn von den anderen Ermittlern unterscheidet. Nur Lucien weiß mit was Blake bei seiner Arbeit entlohnt wird.

Wieder wird Blake zu einem Entführungsfall hinzugezogen. Doch der Fall ist auch nicht das, was er auf den ersten Blick erscheinen lässt. Und im Laufe des Falls versinkt Blake immer tiefer in sein Geheimnis und der Gefahr, dass es aufgedeckt wird.

„Blake – HB“ ist ein Thriller aus der Feder des Autors Jack Heath.

Ich durfte das Buch als Hörbuch genießen. Der Sprecher Martin Bross hat wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Ich habe seiner Stimme mit Spannung zugehört.

Das Cover erinnert etwas an die Serie „Dexter“. Doch muss ich an dieser Stelle verraten, dass Blake noch kranker ist, als Dexter.

Der Inhalt selbst ist absolut gelungen. Blake ist wirklich ein hammermäßiger Charakter. Intelligent, krank und richtig irre.

Vom Inhalt und Blake möchte ich hier wirklich gar nichts verraten. Nur so viel, dass ich schon lange kein so gutes Buch mehr gehört oder gelesen habe. Auch, weil es einfach so anders ist, als alle anderen Krimi/Thriller, die ich bisher gelesen habe. Man kann es einfach nicht mit anderen Werken vergleichen.

Ich kann aber auch wirklich keinen Punkt ansprechen, weil alles so spannend ist und ich definitiv nichts verraten möchte.

Ich sage nur so viel, wenn ich könnte, würde ich hier 10 Punkte verteilen.

Wer sich gerne auf außergewöhnliche Protagonisten einlassen möchte, schwarzen Humor hat und keine Panik- oder Ekelattacken bekommt, kommt an „Blake“ nicht vorbei.


5 / 5 Sterne


Sonntag, 13. Januar 2019

Rezension zu „Der Mann von nebenan“

Kate ist gerade frisch geschieden und zieht mit ihrem Sohn Samuel in das Haus eines Freundes ein. Nellis ist in Australien unterwegs und während der Zeit kann sich Kate einrichten und überlegen, wie es in ihrer Zukunft weiter gehen sollte.

Das Haus ist geradeso bewohnbar, aber es reicht Kate für den Moment. In dem Schuppen könnte sie ihre Werkstatt unterbringen. Nachdem sie ihre Sportkarriere beenden musste, stellt sie Flöten her.

Ihr neuer Nachbar Matuschek stellt sich als freundlicher Helfer heraus. Die Damen in der Nachbarschaft sind anfangs sehr ruppig zu Kate. Doch schnell ändern sich die Verhältnisse.

Matuschek stellt sich als bösartiger Nachsteller heraus und die Damen als beste Freundinnen. Irgendwann eskaliert der Streit mit dem Nachbar und die Freundinnen müssen handeln.

„Der Mann von nebenan“ ist ein Roman aus der Feder der Autorin Amelie Fried.

Die Inhaltsangabe hörte sich spannend und nach einem Krimi an. Also genau mein Fall.

Der Schreibstil der Autorin lies zu wünschen übrig. Man konnte das Buch zwar recht flott und gut lesen, allerdings fanden viele rote Fäden am Ende nicht nur nicht zusammen, sie wurden glattweg vergessen.

Kate war mir von Anfang an schon nicht sympathisch und zum Ende hin wurde es noch schlimmer. Dazu kam, dass sie mit fast allen Männern im Bett landete. Egal, sie ging mir mit ihrem Gehabe gewaltig auf die Nerven. Die Freundinnen und den Nachbar ebenfalls nicht zu vergessen. Der einzige der nicht nervte, war der Kater.

Eigentlich war die ganze Story nervend. Wenn ich schon lese, dass sich eine Rechtsanwältin aufregt und den Richter als befangen beschimpft, nur weil er nachfragt, ob die Beklagte auch ihr Gewerbe angemeldet hat. Kate hat ihr Gewerbe natürlich nicht angemeldet, schimpft aber lautstark über den Richter, anstatt mal ihr Hirn einzuschalten. Einfach nur dämlich.

Und so verlief es das komplette Buch hindurch. Die Erkenntnis am Ende war dann zwar nochmal ein kleiner Aha-Effekt, riss das Buch an sich aber nicht raus. Im Ganzen hat mir der Roman nicht gefallen.

1 / 5 Sterne




Mittwoch, 2. Januar 2019

Rezension zu „H.O.M.E. – Das Erwachen“

Das Leben von Zoe könnte nicht besser sein. Sie ist auf einer Eliteakademie und wird für einen wichtigen Auftrag ausgebildet. Sie hat Freunde, ein tolles Leben und vor allem, einen super süßen Freund.

Und dann wird sie wach. Nun ist sie in Berlin in einem Krankenhaus. Keiner glaubt ihr die Sache mit der Akademie. Sie lag angeblich 12 Jahre lang im Koma.

Nichts ist mehr so, wie es war. Von wegen schönes Leben und Freunde. Europa leidet unter einer furchtbaren Dürre. Wasser ist kaum noch zu bekommen. Sie selbst ist auch nicht die Schönheit, aus der Akademie. Ihre schönen langen Haare sind nur noch Stoppeln auf dem Kopf. Und nicht nur das ist anders.

Seltsam ist jedoch, dass sie angeblich 12 Jahre im Koma gelegen hat und trotzdem normale Muskeln hat. Dazu mehrere Sprachen sprechen kann und so einiges weiß, was sie gar nicht wissen könnte.

Ist die Akademie doch nicht eingebildet gewesen? Und wem kann sie noch trauen?

„H.O.M.E. – Das Erwachen“ ist der Auftakt einer neuen Serie aus der Feder der Autorin Eva Siegmund.

Das Cover passt ganz gut zur Story. Wobei mir der Teil von Berlin noch zu sauber und komplett erscheint. Ich hab es mir schon schlimmer und dreckiger vorgestellt.

Die Inhaltsangabe hört sich super an und verspricht ein spannendes Buch.

Der Schreibstil der Autorin ließ sich flüssig lesen. Ich fand die Kapitelbezeichnungen schon sehr einfallsreich. Es wird von 44 rückwärts gerechnet und fängt hinten dann wieder mit 1 an. Was auch sehr gut zur Story passt.

Am Anfang des Buches fand ich die Geschichte auch richtig spannend. Zur Mitte hin hat der Schwung etwas nachgelassen und es wurde im Ganzen zäher. Es war mir zu viel drum herum geschrieben. Zum Ende hin zog die Spannung wieder mächtig an. Das Buch endet schließlich in einem Cliffhanger den man wirklich gerne weiter verfolgt.

Zoe ist soweit ganz sympathisch. In ihr wohnt eine mächtige Wut über alles. Was man aber auch nachvollziehen kann, wenn man aus seiner rosa Welt heraus gerissen wird und in das dreckige Wirkliche geworfen wird. Auch Tom und Kip sind sympathische Personen. Soweit ist nichts an den Figuren auszusetzen.

Leider zieht sich wieder eine Liebesbeziehung durch das Buch. Und das ist auch gleich noch eine Dreiecksbeziehung. Und wenn Tom nicht der Bruder wäre, wäre es wohl eine Vierecksbeziehung. Für Jugendliche ist das bestimmt schön und aufregend. Für mich sind es mittlerweile nur noch nervige Textpassagen, die ich, wenn es geht, überspringe.

Im Ganzen ein gelungener Start mit ein paar Punkten, die mich nicht ganz zufriedenstellen konnten. Trotzdem freue ich mich schon auf den zweiten Teil, der mir die Story weiter erzählt.


4 / 5 Sterne


Sonntag, 30. Dezember 2018

Rezension zu „Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. – HB“

Melisande Stokes ist nicht wirklich zufrieden mit ihrer Arbeit. Da kommt es ihr ganz gelegen, dass sie ein seltsames Angebot bekommt. Ohne lange zu überlegen greift sie zu. So ist sie nun ein neues Mitglied der geheimen Organisation D.O.D.O.

D.O.D.O. hält sich dafür zuständig, die aus der Welt verschwundene Magie wieder zurück zu bringen. Und tatsächlich schafft die Organisation es, ein Gerät zu bauen und dazu auch noch eine passende Hexe zu finden, um zumindest Zeitreisen möglich zu machen. So wollen sie versuchen, ja, was eigentlich?

„Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. – HB“ ist ein Buch aus der Feder des Autors Neal Stephenson.

Das Cover sieht klasse aus und die Inhaltsangabe verspricht eine spannende Geschichte. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Dass das Buch hier von mehreren Sprechern gesprochen wird, hat mir sehr gefallen.

In dem ersten Teil der Story geht es um grundlegend um Zeitreisen. Autoren, die über Zeitreisen schreiben bewegen sich für mich auf sehr dünnem Eis. Zu oft verheddern sie sich im Laufe ihres Buches in unlogischen Erklärungen und Ungereimtheiten. Auch hier ist es dem Autor passiert, was er aber knall auf fall einfach abgehakt hat, weil er die Sache dann Zack aufgeklärt hat, wie es ihm gerade in den Kram gepasst hatte.

Ich sage dazu nur so viel, wenn man zwischen verschiedenen Zeitsträngen hüpft und seinen eigenen sucht, ist es unrelevant, wenn auf einem bestimmten Zeitstrang eine Fabrik gebaut wird, wenn auf seinem eigenen, dort keine ist. Also war der halbe Anfang von dem Buch, der noch der spannendste war, für mich völlig für die Füße. Denn alle Aktionen, die folgten, waren einfach sinnlos, was sich auch am Ende des Punktes dann auch zeigte.

Ich fand, dass dem Autor so einige Fehler in seiner Logik passierten. Klar kann man über Zeitreisen ewig diskutieren, trotzdem gibt es immer noch eine gewisse Logik in der Sache, die man beachten sollte. Vor allem, wenn man sie selbst noch vorlegt.

Auch fehlten mir Erklärungen zu einigen Punkten. Wie zum Beispiel wussten die Hexen auf allen Zeitsträngen Bescheid? Man nahm es eben so hin, hinterfragte da aber nichts. Auch warum die Hexe Elisabeth von der Sache von Anfang wusste und warum sie Mel einfach kannte. Egal, es war nun einmal so.

Um ehrlich zu sein, habe ich nach der Hälfte des Hörbuches angefangen Kapitel zu springen. Und bis dahin habe ich mich schon durchgequält. Keine der Figuren war auch nur annähernd sympathisch. Alles dümpelte nur so dahin, aber dafür mega lange und zäh.

So interessierte es mich auch nicht, dass vor jedem Kapitel der Dame des Hauses, diese aufzählte, wie es ihrem Salat und den Blumen im Garten geht.  

Als der erste Erzählstrang beendet war, ging es dann steil bergab, was ich nicht dachte, dass das noch zu schaffen wäre. Es wurden Biografien von allen möglichen Mitarbeitern herunter gekaut. Notierte Gesprächsmitschnitte, Aufzählungen und Ausführungen, die für das eigentliche Buch absolut unnötig waren. Zwischendurch blitzten ab und zu dann noch einmal ein paar spannende Zeilen auf. Die aber gleich wieder durch irgendwelche ellenlange Langeweile abgeschnitten wurden.

Kurzum, ich habe irgendwann aufgegeben. Mir war mittlerweile egal, was aus Mel oder dem Projekt wurde. Ich habe mir dann noch die letzten beiden Kapitel angehört und mich gefragt, ob ich ausversehen wieder am Anfang angefangen habe.

Am Ende kann ich sagen, dass ich froh war, dass das Hörbuch ein Ende hatte. Wer gerne Bücher mit vielen Abschweifungen und Ausführungen liest und nicht unbedingt die geschriebenen Texte hinterfragt, könnte hier genau richtig sein. Vielleicht hat der Autor auch einen ganz eigenen super tollen Schreibstil, mir blieb dieser allerdings verborgen. Das Buch hätte wirklich gut werden können, dafür müsste man es aber mindestens um die Hälfte kürzen und nochmal überarbeiten.

1 / 5 Sterne



Mittwoch, 26. Dezember 2018

Rezension zu „Der Verrat“

Pia, Birgit und Nane sind drei Schwester, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Pia lebt mit ihrem Mann Thomas auf einem Weingut an der Saar. Während Thomas mit Hilfe von Margot, der adoptierten aber nicht angenommenen Schwester, das Weingut führt, ist Lissy die Tochter auf ihr Studium fixiert. Sie soll später das Weingut übernehmen. Pia geht weiterhin ihrer Arbeit als Restaurateurin von alten Bildern nach.

Birgit war einst Lehrerin. Nach einem großen Fehler in der Vergangenheit hat sie das Antiquitätengeschäft ihrer Eltern übernommen. Sie ist harmoniesüchtig und hätte gerne, dass sich die drei Schwestern wieder vertragen.

Nana, eigentlich Ariane genannt, kommt nach 20 Jahren Haft frühzeitig wieder aus dem Gefängnis. Sie hat eingesessen, weil sie Schuld am Tod von Henning, Thomas Sohn, hat. Durch ihre Schuld kam er durch einen Autounfall ums Leben. Sie hasst Pia seit über 20 Jahren.

Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

„Der Verrat“ ist ein Roman aus der Feder der Autorin Ellen Sandberg.

Die Inhaltsangabe hörte sich spannend an. Dazu spielt der Roman noch in meiner Heimat, das Saarland. Ich freute mich also auf einen spannenden Fall aus meiner Heimat.

Das Buch an sich wurde dann doch ganz schnell eine Herausforderung an mich. Ich mag solche Serien wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ überhaupt nicht. Und „Der Verrat“ fiel für mich in genau diese Sparte.

Spannend fand ich das Buch so gut wie gar nicht. Man hatte durch Zeitsprünge Einblicke in die Jahre 1997/98 und 2018. Ab und an fand ich die Erzählung interessant, aber mehr war da bei mir leider wirklich nicht. Auch die Verbindung zum Saarland war mehr als spärlich. Grinste ich noch auf der ersten Seite über Schwenker, Gefillde und die Saar, war es das auch schon fast wieder.

Der Schreibstil selbst ließ sich recht flott und gut lesen. Auch kam man nicht durch verwinkeltes schreiben oder Handlungsstränge aus dem Lesefluss heraus.

Die Personen waren für mich durchweg nervig und unerträglich. Einzig Pia war mir anfänglich sympathisch, was sich aber später dann auch wieder legte.

Ich fand Pia gut, dass sie keine große Lust auf Familienzusammenführung und heile Welt hatte. Nur weil man zufällig mit bestimmten Personen verwandt ist, muss man sich trotzdem nicht mit denen in den Armen liegen. Ich fand die Einstellung sehr gut und kann sie nachvollziehen.

Birgit ging mir auf die Nerven mit ihrer Harmonie und dem Verständnis, das man Nane gegenüber zeigen sollte. Das Gleiche gilt für Lissy, die Tochter von Pia. Den Kiffersohn lasse ich mal ganz weg.

Auf Sonja hätte ich auch verzichten können, gehörte aber zur Story und musste sein. Eine unzufriedene, nichtsverdienende Möchtegernschriftstellerin. Als Enkeltochter von Thomas zieht sie im Buch ins Haus ein und will einen Roman schreiben.

Nane ist die Krönung der Unsympathie. Sollte man Mitleid mit ihr haben? Wahrscheinlich. Habe ich Mitleid mit ihr? Nein. Selbst am Ende des Buches habe ich kein Mitleid mit ihr.

Im Großen und Ganzen war der Roman nicht überraschend für mich. Alleine ein paar Teile von Pia überraschten mich am Ende dann doch und machten sie im Nachhinein ebenfalls unsympathisch für mich.

Die Story an sich setzte sich aus Intrigen, Hass, Rache, Sex und Geheimnisse zusammen. So ziemlich alle Punkte, bis auf Geheimnisse, die ich an einem Roman nicht sehr mag. Dazu fehlte mir einfach die Spannung. Gerade die Abschnitte aus der Vergangenheit fand ich recht langweilig. Wichtig vielleicht, aber eben langatmig. Man hätte sie für mich wohl besser stark eingekürzt. Auch hatte der Roman so einige Hänger, die für mich nicht schlüssig waren. Näher möchte ich nicht darauf eingehen, sonst müsste ich spoilern.

Für mich war das Buch am Ende nicht so der Renner, da ich kein Fan von Familien Soaps und Intrigenspinnerei bin.


2 / 5 Sterne


Montag, 17. Dezember 2018

Rezension zu „Weihnachten auf der Lindwurmfeste – HB“

Hildegunst von Mythenmetz erzählt seinem Brieffreund Hachmed Ben Kibitzer in einem Brief die Höhen und Tiefen von dem Hamoulimepp Fest, dass jedes Jahr von neuen gefeiert wird.

Man könnte am Ende fast meinen, das Hamoulimepp Fest hätte stark etwas mit Weihnachten zu tun.

„Weihnachten auf der Lindwurmfeste – HB“ ist eine weitere Geschichte um Hildegunst von Mythenmetz aus der Feder des Autors Walter Moers.

Gelesen wurde das Hörbuch von Andreas Fröhlich. Ich fand, dass der Sprecher seine Arbeit sehr gut machte, ich hab seiner Stimme gerne gelauscht.

Als erstes muss einem bei dem Kauf des Hörbuches klar sein, dass es nur 68 Minuten lang ist. Man darf hier keine Mehrstundenerzählung erwarten. Es ist auch kein Roman im normalen Sinne. Es wird hier lediglich ein Brief mit Erklärungen vorgelesen. Wer einen Roman mit großer Geschichte erwartet, liegt hier falsch und wird enttäuscht.

Die Story selbst fand ich eigentlich recht locker und humorvoll. Was sich der Autor mal wieder alles an neuen Wörtern einfallen gelassen hat, war schon nicht schlecht. Ich fand es für mich auch schon sehr lustig zu überlegen, wo das Stück aus Hamoulimepp in der Weihnachtszeit zu finden ist. Alles brachte ich dann doch nicht unter.

Das Hörbuch an sich hat mir gut gefallen. Wie gesagt, es ist sehr kurz, aber wer lesen kann ist klar im Vorteil, es steht nämlich hinten drauf.

Was mir weniger gefallen hat, waren die lieblosen Zeichnungen aus dem 28-seitigen Booklet. Es ist auch nicht gerade das wahre, wenn man auf gelben Körpern mit orange die Feinheiten druckt. Allerdings finde ich eben auch die anderen, besser gedruckten Zeichnungen nicht gerade ansprechend, was ich schon sehr schade finde.

Für Walter Moers Fans bestimmt ein Muss. Alle anderen sollten sich überlegen, ob sie bei dem Hörbuch zuschlagen wollen. Ich bin kein unbedingter Moers Fan, mag aber Hildegunst sehr gerne und fand das Hörbuch eben auch ganz in Ordnung.


4 / 5 Sterne


Freitag, 14. Dezember 2018

Rezension zu „Starship – Verloren im Weltraum“

Dass sie alle seit Jahrhunderten in einem gigantischen Raumschiff durchs Weltall treiben, ist den Bewohnern schon lange nicht mehr klar.

Als kleine Nomadenstämme leben sie im inneren des Schiffs. Mittlerweile ist es mit Pflanzen überzogen und ist mehr Dschungel als Schiff.

Die Führer der Stämme herrschen mit Gewalt und Angst. Egoismus wird groß geschrieben. Als Roy Complain seine Stellung im Clan verliert flüchtet er. Auf der Flucht schließt er sich einer Gruppe an, die sich die Erkundung des Schiffes zum Ziel gemacht hat.

Was wird die Truppe auf ihrer Reise herausfinden? Roy entdeckt Dinge, die sein bisheriges Leben komplett in Frage stellt.

„Starship – Verloren im Weltraum“ ist ein Science Fiction Roman aus der Feder des Autors Brian Aldiss.

Das Cover des Buches ist düster und beklemmend. Sehr passend zum Inhalt des Romans. Geschrieben wurde das Buch bereits 1958 und ist dementsprechend nicht mit neuen SF Romanen zu vergleichen. Der Schreibstil, sowie die Story selbst sind den heutigen Geschichten nicht gleichzusetzen und haben mir trotzdem gut gefallen.

Der Anfang der Geschichte mutet eher als ein Buch aus der Neandertalerzeit an. Wilde Stämme, Brutalität, Urwald und weit und breit keine SF Sachen die passen würden. Dass man sich seit Jahrhunderten in einem Raumschiff befindet, kommt erst mit der Zeit so richtig rüber.

Es ist spannend zu lesen, wie sich diese Menschen zurück anstatt voran entwickelt haben. Was eigentlich um die Menschen ist, dass alles anders ist, als die Bewohner denken. Wobei das Ende schon etwas gewöhnungsbedürftig für mich war.

Ein Buch, das düster und beklemmend ist, aber ohne große Raumschlachten auskommt. Mir hat das Werk sehr gut gefallen.


4 / 5 Sterne