Montag, 8. April 2019


Rezension zu „Geheimnisse der Vernehmungskunst“

„Geheimnisse der Vernehmungskunst“ ist ein Buch des Mordermittlers und Autors Josef Wilfling.

Wer hier einen spannenden Krimi erwartet, liegt leider falsch. Ganz sachlich erklärt der Autor die Vorgehensweise bei Vernehmungen.

Das Buch ist nicht nur ein einfach dahin geschriebenes Vorgehen. Es ist, wie der Autor im Vorwort erklärt, mehr ein Fachbuch für Ermittler. Daher kann der Stoff bei so manchem Leser auch sehr trocken und eintönig herüber kommen.

Ich denke, das Buch ist kein Leitfaden für den interessierten Leser, wie es bei Vernehmungen einhundertprozentig zugehen wird. Auf jeden Fall ist es sehr interessant, wie es denn in Wirklichkeit ablaufen sollte oder könnte.

Viel zu häufig werden wir durch Krimis im Fernsehen oder auch in Büchern auf falsche Ermittlerfährten geschoben. Der Mensch bekommt hier viel zu leicht ein falsches Bild der ganzen Sache. Daher finde ich es sehr spannend, solche Bücher, wie das mir vorliegende, zu lesen. Ich finde es sehr interessant, wie weit die Wirklichkeit gegenüber Filmen und Büchern dann doch abschweift. Natürlich ist mir klar, dass in der Fiction vieles anders abläuft, als in der Realität. Aber dann doch von Experten berichtet zu bekommen, wie es wirklich ist, ist für mich sehr aufschlussreich.

Eines muss man sich bei diesem Exemplar immer wieder ins Gedächtnis rufen, es ist ein Lehr- und Fachbuch für die Polizeischule und kein Sachbuch, das für den „normalen“ Leser geschrieben ist. Es ist manchmal nicht so leicht zu verstehen. Auch kann man eventuell mit der Meinung des Autors nicht immer eins sein, trotzdem kann ich das Werk sehr empfehlen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werde mir die anderen Werke von Herrn Wilfling auf jeden Fall auch noch zulegen.

5 / 5 Sterne




Rezension zu „Die fabelhafte Welt der Ameisen“

„Die fabelhafte Welt der Ameisen“ ist ein Buch über die Millionen Mitbewohner unserer Erde aus der Feder der Autorinnen Christina Grätz und Manuela Kupfer.

Schon das Cover des Buches ziert ein einzigartiges Bild. Eine große Ameise, die einer kleinen liebevoll über den Kopf zu streichen scheint. Dazu das saftige Grün des Moses und ein Bild einer sehr sympathischen Ameisenumsiedlerin.

Der Inhalt des Buches gibt den Titel sehr gut wieder. Wer kennt sie nicht, die kleinen Krabbler, die man in der Natur ständig sieht. Meistens sind sie dem Menschen ein Dorn im Auge. Sie krabbeln auf allem herum, gerade wenn man ein Picknick macht oder auf einer Wiese steht. Sie beißen und verspritzen Säure, die furchtbar juckt und brennt. Die meisten Menschen könnten gut und gerne auf sie verzichten. Ein fataler Fehler …

Ich fand das kleine Volk schon immer faszinierend. Wenn ich im Wald spazieren gehe, konnte ich noch nie absichtlich auf eine Ameise einfach drauf treten. Wenn ich welche entdecke laufe ich immer wie Monk durch den Wald. Blos nicht auf eine drauf treten, lautet da meine Devise. Die Bauten finde ich einfach faszinierend.

In dem Buch erzählt die Autorin mit Humor und Scharm von ihrer Arbeit. Und vor allem, wie wichtig es ist, Ameisenvölker umzusiedeln und zu retten. Jetzt könnte man denken, Himmel, in einem Nest sind Millionen von Ameisen, da stirbt doch nichts aus. Was leider die gängige Meinung über die Insekten ist. Leider aber auch eine total falsche Meinung.

Daher finde ich es absolut wichtig und dringlich, diese Ameisennester umzusiedeln. Ich habe auch einen absoluten Respekt vor den Menschen, die sich dieser Arbeit annehmen. Ich könnte diese Arbeit, ehrlich gesagt, wohl nicht verrichten. Diese Masse von Ameisen auf meiner Haut würde mich in Panik versetzen. Deswegen, Respekt vor den Leuten, die diese Arbeit tun und sich um die Umsiedlung der Ameisenvölker kümmern.

Der Schreibstil des Buches ist auch sehr verständlich und gut zu lesen. Man kommt kaum noch davon weg, wenn man einmal angefangen hat. Dazu kommt, dass alles in kleine Kapitel und Abschnitte aufgeteilt ist. Da will man immer noch ein Stückchen weiter lesen und liest manchmal länger, als einem lieb ist.

Das Buch selbst ist immer wieder mit anschaulichen Zeichnungen unterbrochen, die das gelesene bildlich erklären. In der Mitte befinden sich dann auch ein paar bunte Fotos, die zum einen das Umsiedeln zeigen und zum anderen ein paar Ameisenarten.

Ich finde das Werk ist sehr gut gelungen und auch wichtig, dass es viele Menschen lesen. Viele Leute sind heute so eingeschränkt in ihrer Welt, dass so kleine Tierchen schon gar nichts mehr zählen, außer dass sie stören.

Selbst ich habe in meinem kleinen Garten mindestens zwei Völkchen der kleinen Krabbler leben. Es sind zwar nur normale Ameisen, aber trotzdem dürfen sie bleiben. In einem Teil wohnen sehr kleine rötliche Ameisen, die anderen sind die normalen Schwarzen, die man überall außerhalb des Waldes sieht.

Außerdem sollten die Menschen mal daran denken, nicht alle Natur einzubetonieren und zu besteinigen. Dort kann kaum etwas leben, schon gar keine Ameisen. Wir brauchen jedes Tier und jede Tierart auf unserer Welt, weil alles irgendwie zusammen passt und eine Berechtigung auf Leben auf unserem Planeten hat, nicht nur wir Menschen.

Ich kann das Buch jedem Leser nur nahe legen. Einfach ein tolles Werk!

5 / 5 Sterne



Montag, 25. März 2019


Rezension zu „Die Verlobten des Winters- HB“

Ophelia ist mit ihrem Leben so glücklich, wie es ist. Sie führt ein Museum für das sie ein ganz spezielles Händchen hat. Sie kann nämlich mit ihren Händen die Vergangenheit von Gegenständen lesen.

Doch schneller als ihr lieb ist, endet ihr beschauliches Leben. Sie wird an einen Fremden verheiratet. Zumindest soll sie ihn noch heiraten. Ihr bleibt auch nicht viel Zeit, schon bald ist der Aufbruch ins fremde Land. Zur Arche Pol, wo es immer kalt ist und fast nie hell wird.

Ophelia ist unglücklich. Doch sie reist ohne Worte mit ihrem neuen Gefährten und ihrer Patentante Roseline Richtung Pol.

Kaum in der neuen Welt angekommen verschwindet Thorn, ihr Verlobter und sie steht unter der Knute von Throns Tante Berenilde.

Ophelia ist ihr und den Intrigen am falschen Hofe hoffnungslos ausgeliefert.

„Die Verlobten des Winters - HB“ ist der erste Band der Serie der Spiegelreisenden aus der Feder der Autorin Christelle Dabos.

Gelesen wurde das Buch von der Sprecherin Laura Maire. Ihre Stimme hörte sich fantastisch an. Sie konnte das Geschriebene sehr gut nahe bringen.

Und das war es dann auch schon am positiven, an dem Hörbuch.

Die Autorin wollte eine interessante neue Welt erschaffen. Es ist ihr gehörig misslungen. Hätte sie einfach eine neue Fantasy Welt erschaffen, wäre das auch in Ordnung gewesen und ich hätte nicht weiter darüber berichtet. Hier wirft die Autorin allerdings ein, dass es einmal die Erde war. Es gibt zum Beispiel noch Uralt-Telefone und Autos, allerdings gibt es keinen Strom. Was mich im Zusammenhang schon störte. Sie ging auf ihre Welt auch überhaupt nicht ein. Es wurde nicht einmal angerissen, warum die Erde in 21 schwebende Archen ( Teile ) auseinander gebrochen war. Oder warum auf einmal Magie in den Menschen war. Es ist toll, wenn sich Autoren neue Welten erschaffen, allerdings absolut übel, wenn sie über ihre eigenen Welten nicht die geringste Ahnung haben. Somit sieht es für mich aus, als wäre einfach was auf’s Blatt getippt worden, ohne zu überlegen was es eigentlich mal werden sollte. Meiner Meinung nach sehr schlecht.

Die Figuren sind übelster Sorte. Thorn ist der mega Macho und Herrscher über Ophelia. Sie hat gefälligst zu machen und zu denken, was er will. Gruselig.

Berenilde eine intrigante, selbstverliebte Herrscherin über Throns Verlobte. Sie behandelt Ophelia und Roseline wie ihre Sklaven.

Ophelia, da darf ich gar nicht anfangen. Ich frage mich, wie eine Autorin, noch eine weibliche Autorin, so eine Hauptfigur erschaffen kann. Ophelia passte vielleicht nach Anno 1700, war aber bei weitem keine Figur, die Rückgrat oder auch nur ein Funke Intelligenz oder Selbstachtung besessen hätte. Dazu kommt, dass sie nur dumm erscheint, weil sie ständig etwas kaputt macht. Ich hab in meinen gesamten Lesejahren nicht eine Protagonistin gehabt, die so selbstzerstörerisch hörig war und zwar jedem, der im Buch aufgetreten ist. Was geht in einer Autorin vor, die Frauen, vor allem junge Frauen, in solch einem Licht zeichnen?

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber Ophelia wurde fast als Sklavin gehalten, wurde geschlagen, misshandelt in allen Variationen, außer Vergewaltigung. Und sie fand es teilweise auch noch gerecht und schämte sich dafür, dass sie nicht besser war. Unglaublich.

Ich habe das Buch nur fertig gehört weil ich dachte, das muss doch irgendwie noch besser werden. Nein, wurde es nicht. Das einzige Mal, dass sich Ophelia wehrte war, als sie eine Karaffe Wasser ausschüttete. Da dachte ich kurz, wenigstens haut sie demjenigen auch noch die Karaffe auf den Schädel, nein, es war dann nur das Wasser, das sie ausschüttete. Respekt …

Dazu die ganze Story im Hintergrund. Heiraten unter Verwandtschaft und ab und zu mal jemand aus einer anderen Arche um neues Blut unter das alte zu mischen. Das klappte schon im Mittelalter bei den Adligen nicht. Ein „Familiengeist“ der sich Horden von Mätressen hält, Frauen schwängert und schon seine Blicke auf junge Mädchen/Kinder wirft. Meine Frage hier, ein Geist? Echt jetzt? Eine Ophelia die Tagein Tagaus ihre alten Handschuhe trägt, nie wäscht und ständig an den Nähten knabbert. Igitt!! Und noch schlimmer, alles am Pol ist nur Trug und Lug. Die Welt ist nur schön, weil es Illusionisten gibt, die den schönen Schein wahren. Ich sage nur, ich sehe goldene Tapeten, anstatt den Schimmel an der Wand. Ihhhhh!!!

Ich für mich finde, das Hörbuch ging überhaupt nicht. Und ich bin mir sicher, ich werde keinen zweiten Teil hören oder lesen. Mag sein, dass die restlichen Bände besser sind oder einiges Aufklären werden. Ich persönlich kann darauf getrost verzichten.

1 / 5 Sterne





Rezension zu „Die Clans von Cavallon – Der Zorn des Pegasus“

Der Mittelpunkt von Cavallon ist die Freie Stadt. Hier leben Bürger aller Clans friedlich zusammen. Nur von den Pegasus sind keine Vertreter in der Stadt zu finden. Sind sie doch für den großen Krieg vor 100 Jahren verantwortlich und wohl ausgerottet.

Sam lebt mit seinen Eltern in der Freien Stadt. Heute ist der einhundertste Tag seit der Friedensschließung der restlichen 4 Clans. Es soll groß gefeiert werden und viele Gäste sind geladen.

Doch es geht eindeutig etwas schief. Denn die Stadt wird von Pegasus dem Erdboden gleich gemacht. Sam kann gerade noch so fliehen.

Da die Clans außerhalb der Stadt verfeindet sind, ist es für Sam kein leichtes zur Farm seiner Schwester zu gelangen.

Das Chaos der zerstörten Freien Stadt trifft nicht nur die Bewohner. Es wirkt sich auf alle Clans auf Cavallon aus.

„Die Clans von Cavallon – Der Zorn des Pegasus“ ist der erste Band der Reihe um Cavallon aus der Feder der Autorin Kim Forester.

Die Aufmachung des Buches ist wirklich wunderschön. Das Cover zieht mit den Pegasus und der hervorgehobenen goldenen Schrift direkt die Blicke auf sich. Im Inneren ist auf den ersten beiden Seiten eine Karte von Cavallon. Danach werden kurz die fünf Clans vorgestellt und schon kann man sich ins Abenteuer stürzen.

Das Buch wird aus vier Sichten erzählt. Zum einen wird die Geschichte von Sam erzählt. Seiner Flucht aus der Stadt und was ihm danach passiert. Dann von Nixi, der Anführerin einer Diebesbande auf der Festungsinsel. Lysander, einem Zentauren, der eigentlich die Königswahrheiten aufschreiben soll. Und Aquilla einer jungen Pegasus Stute mit mehr Mut, als allen anderen zusammen.

Von den Hauptcharakteren ist keiner unsympathisch. Ich hab bei jedem in seiner Storyline mitgefiebert. Ich mochte sie wirklich alle.

Am Anfang wird man etwas überfordert mit den vielen Wechseln der Orte und Personen. Man könnte meinen, dass es hier wild zugeht. Ich schätze aber, dass die Autorin die Fäden der einzelnen Geschichten sehr gut zusammenfügen wird. Denn an der Story gab es für mich wirklich nichts zu bemängeln.

Ich fand das Ganze auch eine neue schöne Idee. Mit den ganzen verschiedenen Pferdearten und den Menschen, die hier nicht ganz so intelligent und überlegen sind. Mag zwar sein, dass es so etwas schon gibt, ich kenne mich jetzt aber nicht sehr gut mit jugendlichen Pferdegeschichten aus. Somit war dieses Buch etwas ganz neues für mich.

Ich fand das Buch richtig gut und konnte es kaum aus der Hand legen. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil der Reihe. Daher gibt es hier auch vorbehaltlos volle 5 Sterne als Bewertung.

5 / 5 Sterne



Montag, 11. März 2019

Rezension zu „Blackout – HB“

Es fängt mit einem Kraftwerk in Italien an. Von Störungen bis hin zur kompletten Abschaltung. Und es bleibt nicht bei einem Kraftwerk. Mit der Zeit schalten sich alle Kraftwerke in Europa ab und keiner kann sie wieder zum Laufen bringen.

Währenddessen kommt der italienische Hacker und Informatiker Piero Manzano auf den Trichter, dass die Anlagen einem großangelegten Hackerangriff zum Opfer gefallen sind.

Er versucht sich Gehör zu verschaffen. Was ihm zuerst auch gelingt. Er wird um Hilfe in der Sache gebeten. Doch tauchen auf seinem Laptop verräterische Mails auf, die ihn als Mittäter identifizieren.

Nun sind diejenigen, denen Piero eigentlich helfen wollte, auf seinen Fersen um ihn zu verhaften.

In der Zwischenzeit kämpft nicht nur Europa ums Überleben. Man weiß gar nicht mehr, für was man alles Strom braucht. Es wird einem erst bewusst, wenn keiner mehr da ist. Und es sieht aus, als käme so schnell auch keiner mehr.

„Blackout – HB“ ist ein Techno Thriller aus der Feder des Autors Marc Elsberg.

Gehört habe ich das Buch als Hörbuch. Der Sprecher war Steffen Groth. Er hat seine Arbeit hervorragend gemacht. Mit Spannung habe ich seiner Stimme gelauscht.

Leider muss ich hier dann auch gleich auf den Punkt kommen. Ich rate dringendst vom Kauf des Hörbuches ab! Das Buch wurde so unsinnig gekürzt, dass es teilweise total die Zusammenhänge verloren hat. Zum Teil dachte ich nur, was ist das für ein schwachsinniges Buch?

Ich war sogar in der Bücherei um mir das Printbuch auszuleihen um einen Blick hinein zu werfen. Nur habe ich jetzt keine Lust mehr, auch noch das Buch zu lesen.

Dazu kommt, dass man relativ schnell den Überblick über die Leute und Orte verliert. Im Buch sieht man, dass teilweise alle zwei Seiten die Orte wechselten. Mal ganz davon abgesehen, dass diese Journalistin mich ohne Ende genervt hat.

Das Thema ist mit Sicherheit spannend. Die paar Hintergründe, die im Hörbuch sind, waren auch interessant. Ebenso wie alles langsam zusammenbricht. Doch durch die Kürzung ging leider soweit alles verloren. Ich fragte mich irgendwann, warum alle eigentlich so blöd sind und sich nur absolut auf die Anzeigen verlassen, anstatt mal manuell nachzusehen, was los ist. Zumal teilweise schon am Anfang des Buches die Lösung angesprochen wird.

Da ich hier nur das Hörbuch rezensiere und nicht das komplette Buch muss ich sagen, der Inhalt definierte sich einfach durch ein paar Ereignisse unpassend zusammen gesetzt. Und das fand ich einfach grauenhaft.

Interessiert dich das Hörbuch? Dann lass die Finger weg und lies lieber das Buch. Ich denke, das Printbuch ist um Welten besser.

1 / 5 Sterne



Samstag, 9. März 2019

Rezension zu „Gier - HB“

Während eines Sondergipfels in Berlin gehen viele Leute auf die Straße demonstrieren. Sie demonstrieren gegen drohende Sparpakete, Arbeitslosigkeit und die Unbezahlbarkeit von Wohnraum.

Jan Wutte gehört nicht dazu, er will nach seiner Arbeit nur noch nach Hause. Auf halbem Weg bekommt er einen schweren Unfall mit. Jan will helfen und begibt sich sofort zur Unfallstelle. Ein Mensch im inneren scheint noch zu leben. Er versucht ihm zu helfen. Doch es kommt anders, als Jan denkt.

Am Ende steht Wutte als Mörder da und nicht nur die Polizei macht Jagd auf ihn. Die Toten aus dem Auto sind keine geringeren als der renommierte Nobelpreisträger Herbert Thompson und sein Assistent. Thompson hat eine Formel gefunden, die die Welt verändern könnte und sollte auf dem Sondergipfel eine Rede halten.

Was für eine Formel ist das und was versuchte der Sterbende Jan noch mitzuteilen?

„Gier – HB“ ist ein Wirtschaftsthriller aus der Feder des Autors Marc Elsberg.

Ich habe das Buch als Hörbuch in gekürzter Fassung gehört. Der Sprecher war Dietmar Wunder, der wie immer, seine Arbeit sehr gut gemacht hat. Ich hab seiner Stimmt mit Spannung gelauscht.

Anmerken muss ich hier gleich zu Anfang, dass das Cover nichts mit dem Inhalt des Hörbuches zu tun hat. Der Inhalt hat wirklich nichts mit Containerschiffen und dem Meer zu tun. Ich erwähne das, weil ich es nicht leiden kann, wenn das Cover nicht zum Inhalt passt und etwas anderes verspricht.

Der Titel „Gier“ sollte wohl die Gier des Menschen ausdrücken. Im Buch selbst kam mir eher ein anderer Gedanke, nämlich „Neid“. Alle Hauptpersonen kamen mir sehr von Neid zerfressen vor. Vor allem die weiblichen, die Wutte aus diesem Haus kannte. Ebenso die Gedanken über die Dame, die sich der Gruppe mit der Zeit angeschlossen hat. Es endete irgendwann in Augenrollen und Aufstöhnen während des Hörens.

Die Story selbst fand ich ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Da sind die bösen Auftragskiller so dämlich und schaffen es nicht, zeitgleich einen Mitwisser zu beseitigen. Selten so schlechte Auftragskiller erlebt. Die reiche Tussie, die gleich die Seiten wechselt und alles versteht und mitleidet. Die armen Hausbesetzer die gegen jeglichen Kapitalismus sind und trotzdem mehr Geld haben wollen. Und der tolle Jan, der zwar von Gott und der Welt verfolgt wird, aber der Superhero des Buches ist und überall locker durch kommt.

Dazu verstehe ich auch diese Bauernrechnung nicht. Auch wenn sie der Autor gefühlte 50% des Buches erklärt. Außerdem gibt er selbst gegen Ende zu, dass nur derjenige, der auch in den Topf zahlt, etwas heraus bekommt. Dann frage ich mich, wo die Gleichung hin will? Sollen wir dann weg vom Sozialstaat gehen? Wenn nur geteilt wird unter den Leuten, die einzahlen, bekommt keiner etwas, der nicht einzahlt. Logisch. Also werden alle, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, durch dieses tolle Raster fallen. Da kann ich mich schon fragen, wo fängt Gier an und wo hört sie auf? Außerdem geht das ganze Gerechnete auch nur auf, wenn man gerade Zahlen hat. Sobald man eine ungerade Zahl hat, geht mit Sicherheit das Gezanke wieder los, wer den einen Teil mehr bekommt. Dazu denke ich, wenn jeder Bauer seine kompletten Ähren wieder aussäht und keine Rücklagen bildet, ist es kein Wunder, wenn er, wenn die jeweilige Ernte ausfällt, nichts mehr hat. Und dann kann man wieder sagen, er hat ja nichts, wirft nichts in den Topf, also bekommt er wieder nichts von den Erträgen der anderen ab. So habe ich das aus den Ausführungen des Autors heraus verstanden, wenn dies nicht stimmt, lasse ich mich gerne über diese Bauerngleichung aufklären.

Außerdem frage ich mich auch, ob es wirklich gerecht ist, dass zum Beispiel derjenige, der kleine Arbeiten tut und keine Risiken hat genauso viel verdienen sollte, als ein Mensch, der eine große Firma leitet.

Vielleicht liegt es daran, dass ich weder gierig noch neidisch bin. Vielleicht sollten die Leute einfach nur einmal zufriedener werden, anstatt immer nur zu sehen, was andere haben? Ich weiß es nicht.

Ich kam mit dem Buch auf jeden Fall nicht zurecht. Die Protagonisten waren fade und eher nervig für mich. Ich konnte nicht logisch nachvollziehen, wie die einzelnen Reaktionen und Taten zustande kamen. Der Autor ging auch nicht wirklich auf die Hintergründe des Ganzen ein. Der Zusammenbruch Deutschlands / Europas wurde nicht wirklich begründet oder näher erklärt, zumindest in der gekürzten Hörbuchfassung nicht.

Die Geschichte selbst hätte großes Potential gehabt. Doch der Autor hat es leider nicht geschafft, die Story rasant und spannend zu erzählen, zumindest für mich nicht. Dafür gab es zu wenig Hintergrund und zu viele lahme, nervige Protagonisten. Trotzdem vergebe ich noch 2 Sterne, weil doch auch ein paar gute Stellen im Hörbuch vorhanden waren.


2 / 5 Sterne


Dienstag, 26. Februar 2019

Rezension zu „Reds Planet 2“

Red und Gans wollen es wissen. Sie starten eine Wahl, wer denn nun das Sagen hat.

Die gestrandeten Aliens und Red brauchen Material, was Gans hat. Gans will aber nichts heraus geben. Also muss ein Chef her, der alles regelt.

Doch die Wahl geht nicht ganz so aus, wie die beiden sich das vorstellen.

„Reds Planet 2“ ist der zweite Comic Band um die gestrandete Red aus der Feder des Autors Eddie Pittman.

Auch im zweiten Band finde ich die Zeichnung wieder außerordentlich gelungen.

Die Story hier fand ich am Anfang nicht so berauschend. Die Sache mit der Wahl war nicht gerade spannend oder interessant. Ich bin nicht unbedingt der Fan von Intrigen und Hintergehen.

Doch die Geschichte hat sich super entwickelt und ich fand den zweiten Teil dann genauso gut wie den ersten. Eine sehr lockere, lustige und bunte Geschichte.

Nun bin ich gespannt auf den dritten Teil, ob Red jemals wieder nach Hause findet.


5 / 5 Sterne