Montag, 15. Oktober 2018

Rezension zu „Tod im Anflug“

Tom ist ja eigentlich nur ein Gänserich. Genauer gesagt, ein Nilgänserich. Er lebt mit vielen anderen auf einem idyllischen Campingplatz mit See.

Als eines Tages der Reiher Neptunus tot aufgefunden wird, wittert Tom seine Chance. Ist er doch totaler C.S.I. und Magnum Fan und ist überzeugt, dass der Reiher ermordet wurde. Also fängt Tom zusammen mit seinem Assistenten Rio, der Kormoran, zu ermitteln an.

Was nicht ganz einfach ist, denn zum einen verstehen diese seltsamen Flügellosen die Sprache von Tom nicht und zum anderen sind die menschlichen Ermittler nicht gerade begeistert, dass eine Gans einfach so durch ihren Tatort tappt.

„Tod im Anflug“ ist ein tierischer Gänsekrimi aus der Feder der Autorin Karin Bergrath.

Das Cover ist schon irgendwie ganz witzig, obwohl es eher nach Kinderbuch aussieht. Es ist trotzdem ein Krimi mit Ermittlungen und Leichen, also eigentlich nichts für Kinder.

Der Fall ist trotz der Toten recht locker und leicht gehalten. Natürlich kann Tom nicht ermitteln, wie der Kommissar. Gerade deswegen finde ich die Story schön gesponnen. Es ist jetzt auch nicht so geschrieben, dass Tom hier enorme Entdeckungen macht. Er tut, was er eben als Gans noch logisch tun kann. Auch finde ich sehr gut, dass die Menschen die Tiere nicht verstehen können. Sonst ist das immer etwas seltsam geschrieben, wenn Tiere irgendwie etwas tun und mit Menschen reden können oder eben Dinge tun, die ein Tier normal nicht kann.

Tom ist auch nicht der überschlaue Ermittler, der alles weiß und kann. Er sieht eben viel und gerne Krimis und setzt nur um, was er aus den Serien in Erfahrung gebracht hat.

Daher fand ich Tom als ganz sympathisches Kerlchen. Der Fall selbst war auch recht spannend und das Ende war schon eher schwarzhumorig. Also alles in allem, genau mein Fall.


5 / 5 Sterne


Montag, 8. Oktober 2018

Rezension zu „Teelöffel auf der Flucht“

„Teelöffel auf der Flucht“ ist eine satirische Abrechnung mit verschiedenen wissenschaftlichen Forschungen aus der Feder des Autors Klaus Hansen.

Das Buch ist in ziemlich viele kleine Kapitel unterteilt und lässt sich so super lesen.

Im Buch werden somit recht viele Punkte behandelt. Sei es nun der im Titel schon erwähnte Teelöffel oder Harnlassverzögerungen bei Männern auf der öffentlichen Toilette oder das Kriegsspielzeug in Kinderzimmern oder der Sinn und Unsinn falsch geschriebener Wörter. Es wird wirklich sehr viel erwähnt.

Manche Storys fand ich sehr humorvoll und musste lachen. Manche verstand ich einfach nicht so recht. Auf jeden Fall waren viele interessante Punkte dabei.

Dazwischen waren immer schlaue Sprüche verschiedener Personen, die mir sehr gut gefallen haben und mich auch das ein ums andere Mal zum Schmunzeln brachten.

Das Ganze ist ein lockeres Buch, das sich recht schnell durchlesen lässt. Ein Buch, genau richtig, um eine Abwechslung zu den anderen Büchern zu sein, die ich sonst immer lese.

3 / 5 Sterne



Rezension zu „Kati Küppers und der entlaufene Filou“

Kati ist gerade in der Kirche beschäftigt, da läuft ihr ein kleiner Terrier zu. Er lässt sich nicht vertreiben und der Besitzer ist auch nicht in der Nähe. So nimmt Kati den kleinen Streuner mit nach Hause. Während Kati auf die Suche nach dem Herrchen geht, kümmert sich Jo rührend um den Hund.

Selbst Kommissar Rommerskirchen fragt Kati nach Hilfe. Der hat aber alles andere zu tun, als das Herrchen von Filou, so heißt der Kleine, zu suchen. Rommerskirchen muss sich um eine Leiche kümmern, die im Wald gefunden wurde. Auch noch von Filou und Jo.

Kati wäre nicht Kati, wenn sie da nicht wieder die große Verschwörung riechen würde.

„Kati Küppers und der entlaufene Filou“ ist der zweite Teil über Kati Küppers aus der Feder der Autorin Barbara Steuten.

Das Cover ist allerliebst und fällt direkt ins Auge. Wobei diese seltsam schwebende Sandale schon etwas komisch wirkt. Die Inhaltsangabe ist flott und verspricht einen humorvollen Krimi.

Auch wenn dies der zweite Teil der Serie ist, kann man den Krimi gut, ohne den anderen Band zu kennen, lesen.

Die Charaktere sind durchweg sympathisch. Selbst den grummeligen Rommerskirchen mochte ich sehr. Kati ist naseweis aber nicht übertrieben und nervig. Und den Rest kann man einfach auch nur gern haben.

Der Krimi ist ein richtig schöner ruhiger Fall ohne viel Aktion, Liebesgeschichten oder übertriebene Brutalität. Es wird gemordet, ermittelt, geschnüffelt und getratscht was das Zeug hergibt. Ich liebe solche Krimis, allerdings sind sie leider selten geworden.

Schade war nur, dass diese eine Person am Ende dann wirklich der Mörder war. Ich hätte mir eine andere gewünscht. Trotzdem war das so in Ordnung und ich fand den ganzen Fall klasse gestrickt.

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall von Kati und der krummen Bande aus Niederbroich.


5 / 5 Sterne


Rezension zu „Gschlamperte Verhältnisse“

Die Truppe um die Gerichtsmedizinerin Sophie ist am schönen Isar Ufer versammelt. Gefeiert wird die Taufe der kleinen Ayrun Sofie Elfe. Doch genau während der schönen Tauffeier schwimmt eine Leiche an. Also wird nicht groß was aus feiern, es muss er mittelt werden.

Derweil sucht Frau Dr. Elke Falk verzweifelt nach dem Traumpartner schlechthin. Warum sollte man sich da nicht einmal bei einer Dating-Plattform anmelden.

Und dann verschwinden auch noch ein paar Frauen. Was geht hier eigentlich vor?

„Gschlamperte Verhältnisse“ ist der 5. Band der Kalte Sofie Reihe aus der Feder der Autorin Felicitas Gruber.

Das Cover mit der Schwarzwalduhr passt eigentlich ganz gut zum Titel, die Wespe wieder weniger. Mit der Inhaltsangabe passt es zusammen und verspricht einen humorvollen Krimi.

Leider war das Buch mehr Privatleben und die Suche nach der großen Liebe, als ein Krimi.

Ermittelt wurde eigentlich nur auf den Seiten der Dating-Portale. Ich fand das Verhalten von Dr. Falk schon sehr peinlich.

Auch den ständigen Streit um diesen Mops ging mir gehörig auf die Nerven. Wenn man so dringend einen Hund haben will, dann kauft man sich eben einen eigenen. Ja, auch wenn man in diesen einen vernarrt ist, ich würde das ständige Theater und hin und her nicht mitmachen wollen.

Über den Krimi an sich gibt es nicht viel zu sagen, er fehlte einfach. Man weiß schneller die Auflösung, als man „Kalte Sofie“ buchstabieren kann. Außerdem muss man den Fall zwischen den ganzen Seiten schon gehörig suchen.

Ich mag ja Krimis in denen Dialekt verwendet wird. Leider konnte ich das tiefbayerische nicht immer übersetzen und es wurde mit der Zeit ziemlich müßig, das Geschriebene zu verstehen. Das ging so weit, dass ich manche Zeilen einfach nicht gelesen und nur übersprungen habe. Vielleicht ist mir auch da einiges vom Krimi abhandengekommen. Es war aber einerlei, ob ich es nicht gelesen oder gelesen und nicht verstanden habe.

Zwischen dem Dialekt ist das Buch soweit ganz gut zu lesen. Der Schreibstil ist schon locker und flott. Nur leider total am Thema vorbei und nicht gerade ein Krimi, sondern eher ein Liebes- und Verhältnisroman. Und selbst das bisschen Krimi im Buch war eher zäh und langweilig.

Das Buch hat mir nicht gefallen und ich hab mich mehr durch gequält, wie alles andere.


1 / 5 Sterne


Sonntag, 7. Oktober 2018

Rezension zu „Das Geheimnis der Grays“

England 1931. Es ist kurz vor Weihnachten und die Familie Gray ist im Landhaus King’s Polar versammelt und erwartet die Feiertage.

Doch so selig wie die Gesellschaft erscheinen soll, ist sie lange nicht. Das Familienoberhaupt Adrian Gray hat seine Verwandtschaft mehr muss als will zu den Feierlichkeiten in sein Haus eingeladen.

Jeder der versammelten hat ein Anliegen an den alten Herrn. Was könnte es sonst sein, als vorzeitig an das Erbe zu kommen, weil jeder auf seine Weise über seine Verhältnisse gelebt hat.

Und dann ist es noch nicht einmal Weihnachten und Adrian Gray liegt tot in seinem Haus und keiner will etwas gesehen haben.

„Das Geheimnis der Grays“ ist ein Kriminalroman aus der Feder der Autorin Anne Meredith.

Der Roman selbst wurde bereits 1933 veröffentlicht und nun vom Klett-Cotta Verlag neu aufgelegt.

Das Optische des Buches ist sehr ansprechend. Der feste und doch biegsame Umschlag macht das Lesen wirklich sehr angenehm. Auch dass sich das Buch wie in Stoff gebunden anfühlt, fand ich sehr gut gelungen.

Die Inhaltsangabe verspricht einen schönen alten Krimi. Ich mag diese alten Neuauflagen wirklich gerne. Diese Krimis beschränken sich wirklich nur auf das Ermitteln und die Familiengeheimnisse. Sie sind anders wie die heutigen, in denen die Ermittler entweder abgewrackte Personen sind oder nur überlegen, wie sie die Kollegin ins Bett bekommen. Auch das Fehlen von Handy, Computer und übertriebene Aktion finde ich sehr angenehm.

So freute ich mich auf ein angenehmes ermitteln, erschnüffeln und aufklären eines Geheimnisvollen Falles.

Von der Story her fand ich mich nicht gerade im Jahr 1931. Für mich spielte das Ganze weitaus früher. Eher so 1890 oder 1900, als mitten im zweiten Weltkrieg. Aber das machte überhaupt nichts, denn man bekam von dem Drumherum gar nichts mit und somit war das Jahr eigentlich absolut egal.

Auf den ersten 58 Seiten wird die bucklige Familie vorgestellt und warum jeder hinter dem Geld des alten Herren her ist. Mein Gehirn drehte schon Runden, wer denn am Ende der Mörder sein könnte, denn alle hatten ein gutes Motiv dazu. Auf Seite 61 wurde mir der Fall dann Madig gemacht. Da wird nämlich der/die Mörder/In aufgedeckt. Somit war das Buch für mich eigentlich schon erledigt.

Mich interessiert nicht, wie die Ermittler die Spur aufnehmen, wenn ich bereits weiß, wer der/die Mörder/In ist. Und so war es dann auch. Ellenlange langweilige Seiten voll mit Gejammer um das Geld, mit Gier und dem Generve der einzelnen Personen. Selbst als der Kommissar auftauchte, wurde die Sache nicht besser. Denn der Kommissar machte überhaupt nichts. Und ist man auf der einen Seite noch bei den Ermittlungen ist man zwei Seiten weiter schon bei dem Schuldspruch bei Gericht.

Es war nicht eine sympathische Person in dem Buch zu finden. Eine war auch noch am schlimmsten nervig, ich konnte ihr Selbstmitleid und Hass allen anderen gegenüber kaum ertragen.

Am Ende kann ich leider zu sagen, das Buch war absolut enttäuschend für mich. Ich erwartete einen schönen alten und spannenden Krimi um viele Familiengeheimnisse und Intrigen und bekam irgendwie gar nichts.

1 / 5 Sterne



Rezension zu „Aposimz 1“

Die Menschen auf dem künstlichen Planeten Aspoimz müssen auf der eiskalten Oberfläche ums Überleben kämpfen. Vor 500 Jahren haben sie den Kampf gegen die Cyborgs verloren und wurden auf die Oberfläche verbannt.

Esro ist einer dieser Menschen. Immer auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf muss die Truppe ständig auf der Hut vor den Cyborgs, die sogenannten Puppen sein.

Und dann fällt mehr oder weniger ein Mädchen der Truppe vor die Füße. Doch das Mädchen ist kein Mädchen sondern ein besonderer Cyborg.

Die Truppe nimmt das Mädchen mit und wird in ihrem Unterschlupf überfallen. Fast alle sterben bei dem Angriff. Doch Esro hilft dem Mädchen immer noch.

„Aposimz 1“ ist der Auftakt einer Manga Serie aus der Feder des Autors Tsutomu Nihei.

Das Cover ist sehr einfach gehalten. Doch die rote Farbe der Hand und der Zahl fällt direkt ins Auge. Der Zeichenstil ist dann auch sehr minimalistisch gehalten. Es gibt nur klare Linien und keine Ausschmückungen. Der Manga sieht fast aus, als wäre er noch nicht fertig gezeichnet und man hätte nur Risszeichnungen vor sich liegen. Ich fand den Stil eigentlich recht interessant und gelungen.

Mit dem Inhalt hatte ich dann doch so meine Probleme. Zum einen fand ich manche Worte irgendwie fehl am Platz oder eben falsch übersetzt. Sie wie zum Beispiel das Wort „Plazenta“. Es wurde für einen Ausstoß benutzt und ich weiß nicht, was damit gemeint war.

So ging es mir leider mit der gesamten Story. Man wird in ein Geschehen hinein geworfen, bekommt aber auch so gar keine Erklärungen gereicht. Es ist ja oft so bei einem Serienauftakt, trotzdem bekommt man dann im ersten Band schon die ein oder andere Erklärung. Hier fand ich die Erklärungen aber leider genauso minimalistisch wie der Zeichenstil.

Am Ende des 1. Bandes wusste ich weder etwas über diesen Krieg, noch etwas Genaues über diese Puppen / Cyborgs, noch über diese Krankheit oder die Umwandlung von manchen Menschen. Es wird eigentlich wirklich gar nichts erklärt.

Ich fand das etwas schade für diese Serie. Durch dieses verwirrte zurück bleiben hab ich eigentlich den Draht zum nächsten Band verloren. Auch das Ende dieses Bandes war für mich jetzt nicht so spannend gestaltet worden, dass ich auf den nächsten Band hibbeln würde.

Ich werde den 2. Band einfach mal abwarten und mit einem Blick in den Manga entscheiden, ob ich die Serie weiter verfolgen mag oder nicht.

Ich vergebe trotzdem 3 Sterne, weil mir die Optik des Mangas sehr gut gefallen hat und doch einige Szenen sehr gut waren.

3 / 5 Sterne



Mittwoch, 3. Oktober 2018

Rezension zu „Abbadons Tor – HB“

Lange liegt der seltsame Ring um die Venus. Doch jetzt macht er sich auf den Weg zur Erde.

Da keiner weiß, was der Ring genau ist, machen sich Vertreter von Erde, Mars und Außenwelten auf den Weg, um das zu erkunden.

Mit an Bord sind nicht nur das Militär, sondern auch eine Menge Privatpersonen. Wie zum Beispiel Geistliche und ein Filmteam auf der „Rosinante“.

Doch kaum ist die Truppe am Ring angekommen, setzten sich Vorgänge in Gang, die man so nie erwartet hätte.

„Abbadons Tor – HB“ ist der dritte Band einer Science Fiction Serie aus der Feder des Autors James Corey.

Ich durfte hier das Buch als Hörbuch genießen. Matthias Lühn ist der Sprecher und hat seine Arbeit wirklich fantastisch gemacht.

Und wieder einmal sieht man dem Buch / Hörbuch nicht an, dass es ein Teil einer Serie ist. Erst zum Ende hin, weil ich vieles nicht verstanden habe, googelte ich und fand heraus, dass dies bereits der dritte Teil einer Serie ist. Was mir jetzt einiges klar aber nicht verständlich macht.

Daher muss ich wieder einmal erwähnen, es wäre schön, wenn Verlage die Bücher / Hörbücher auf den ersten Blick als Serie zu erkennen geben würden. Ich entscheide mich für Bücher / Hörbücher wenn ich sie sehe und nicht erst, wenn ich vorher bei Amazon und Co nachgeforscht habe, was ich da haben will.

Der Inhalt ist leider zu zwei Dritteln überaus langweilig. Dadurch, dass ich die Vorgängerbände nicht kenne, öffneten sich mir beim Hören große Lücken, die ich nicht verstanden hatte.

So konnte ich nichts mit Leuten anfangen, die mit einem Protomolekül infiziert sind. Auch die „Rosinante“, ihre Besatzung und Geschichte blieb mir fremd. Ich verstand auch nicht, warum manche über ihre Mütter oder Väter sprachen. Den Einstieg fand ich deswegen sehr schwierig und langweilig.

Es hat mir auch nicht sonderlich gefallen, dass dieser Band mehr als Religiös war. Die Priesterin Anna ging mir gehörig auf die Nerven. Ich fand ihre Gespräche schon regelrecht als Gelaber. Es hat ja keiner Schuld und es ist ja alles nur ein Missverständnis und Friede, Freude, Eierkuchen. Nein, Danke, darauf hätte ich gut und gerne verzichten können. Ich fragte mich sowieso, was Geistliche auf dieser Mission zu suchen hatten.

Ich konnte auch nichts mit diesem Glühwürmchen Miller anfangen oder der Figur von Claire. Ich verstand ihre Geschichten einfach nicht richtig.

Zum Ende hin wurde die Story wirklich interessanter und besser. Mit den Kämpfen und Intrigen war das Ganze dann noch recht spannend zum Schluss hin. Wobei das richtige Ende des Hörbuches dann doch wieder eher öde und unverständlich war.

Auf jeden Fall zeigte die Geschichte wieder die typische Art der Menschheit, ihre unermessliche Gier und der schon mit Wahnsinn anmutende Hochmut. Leider kann ich hier nicht genauer darauf eingehen, Leser oder Hörer des Buches werden wissen, was ich meine.

Da dieser Teil wirklich nicht mein Fall war, werde ich wohl auf die nächsten und auch die vorigen Bände verzichten.

2 / 5 Sterne