Montag, 22. Februar 2016

Rezension zu „Die Zelle“

20 Jahre ist es her … und nun schreibt Sammy seine Geschichte, er muss sie aufschreiben, sonst glaubt ihm ja keiner.

Als Sammy elf ist zieht er mit seiner Familie und Au-Pair Mädchen von London zurück nach Deutschland. Genauer gesagt, nach Berlin. In eine schöne alte Villa mit viel Garten. Es sind gerade Sommerferien und Sammy hat viel Zeit auf dem Gelände herum zu stromern. Eines Tages sieht er, wie sein Vater in einem alten Schuppen verschwindet und nicht wieder heraus kommt. Sammy geht der Sache nach und landet in einem alten Luftschutzbunker unter der Villa. Und da fängt alles an. In einer abgelegenen Zelle findet er ein eingesperrtes Mädchen. Aber mit wem soll er darüber reden? Seine Mutter ist nie zu Hause, sein Bruder hört ihm nicht zu und Hanna ist auch nicht die Richtige … und sein Vater? Der scheint das Mädchen ja in die Zelle gesperrt zu haben, mit ihm kann er bestimmt nicht reden. Und dann ist das Mädchen kurz drauf verschwunden. Als hätte es sie nie gegeben. Sein Vater Nathan wird immer seltsamer. Kann Sammy vielleicht das Mädchen vom Nachbargrundstück helfen? Wird sie ihm glauben?

„Die Zelle“ ist als Thriller bezeichnet. Ich würde schon fast sagen, dass es ein Psycho-Thriller ist.

Der Autor Jonas Winner versteht es sehr gut mit den Ängsten und den dunklen Geheimnissen zu spielen. Immer wieder wird man verunsichert, ob die Person jetzt ehrlich zu einem ist oder nicht.

Obwohl im Buch auch die ein oder andere Länge ist, fand ich die Story durchgängig spannend und steigernd. Gerade ein paar Punkte am Anfang ließen mich auf eine Vermutung kommen. Am Ende hatte ich mit meiner Vermutung zwar Recht, trotzdem war ich doch noch überrascht. Wobei ich mit dem direkten Ende des Buches nicht so ganz rund kam. Es blieb ein großer Punkt für mich offen. Ich möchte hier aber nicht weiter drauf eingehen, sonst würde ich spoilern und das große Ende verraten, was ich natürlich nicht möchte.

Auf jeden Fall ist „Die Zelle“ ein Thriller mit Hibbel-Faktor, auch wenn man vielleicht am Ende etwas verwirrt zurück bleibt, so wie ich. Man wird auf jeden Fall etwas länger damit zu schaffen haben und lange darüber nachdenken können. So geht es mir auf jeden Fall und deswegen gibt es auch 4 Sterne.


4 / 5 Sterne





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