Montag, 13. April 2015

Rezension zu „Matamba“

1870. Durch einen Vorfall verschuldet sich Morton Stanley ziemlich tief. Er kann sich nur noch vor dem kompletten Ruin retten, indem er zusagt, bei einer Expedition mitzumachen. Diese Expedition führt ihn in das unbekannte Herz von Afrika. Aber nicht nur Morton und sein Freund Wesley begeben sich auf die gefahrenvolle Reise. Auch Professor Jack Lambert wird dorthin geschickt. Wer als erstes den Ursprung des Nils fotografieren kann, gewinnt das Rennen um den geheimnisvollen Ort Matamba und natürlich eine Menge Geld.

So setzen sich beide Trupps unabhängig voneinander in Bewegung. Jack setzt per Luft über und macht dabei eine wundervolle Bekanntschaft, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Morton und Wesley setzten jedoch auf ein anderes Fortbewegungsmittel und bahnen sich ziemlich robust den Weg zum Herzen Afrikas. Wer wird am Ende das Rennen um Matamba gewinnen?

„Matamba“ ist ein Steampunk Debütroman der Autorin Kirsten Brox. Die Protagonisten an sich fand ich sehr gut heraus gearbeitet. Morton ist ein typischer englischer Mann von 1870. Widerlich selbstverliebt und arrogant bis in die letzte Haarspitze. Ein wirklich furchtbarer, ekelhafter Mensch, aber wahrlich passend in diese Zeit.

Der Roman fängt spannend und interessant an. Es zeigen sich viele Verwicklungen und Wendungen im Laufe des Buches. Auch die beschriebenen Maschinen haben mich fasziniert. Die Beschreibungen waren soweit alle bildlich gelungen und ich hatte soweit keine Probleme mit dem Buch.

Mein Problem war das komplette Konzept. Leider blieben viel zu viele Fragen offen. Es wurden manche Sachen in den Raum geworfen, ohne dass dann etwas geklärt wurde. Die ein oder andere Ecke fand ich dann einfach nur unlogisch. Ich habe die Geschichte insoweit zwar verstanden, konnte dem Inhalt aber nicht bis zum Ende richtig folgen. So weiß ich bis jetzt noch nicht, ob zum Ende hin eine Zeitverschiebung/Zeitsprung, oder so etwas ähnliches, passierte oder ob ein Denkfehler in der Geschichte war. Ich möchte auf den genannten Punkt nicht weiter eingehen, sonst verrate ich wichtige Ereignisse aus der Geschichte. Bis zu einem gewissen Punkt war das Buch ein logisches, lineares Werk und sehr gelungen. Doch dann wurde es mir zu unausgearbeitet und lückenhaft. Daher kann ich dann leider auch nur 2 Sterne vergeben.  


2 / 5 Sterne


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