Rezension zu „Geheime Depots im Wismut-Schacht“
Ich
habe das Buch „Geheime Depots im Wismut-Schacht“ aus der Feder des Autors Mario
Ulbrich gelesen.
Das
Cover macht neugierig auf den Inhalt.
Ich
muss sagen, für mich war alles neu. Ich habe von diesem Stasi Depots noch nicht
gehört. Oder gehört und es für nicht interessant gefunden. Um 1990 herum war
ich gerade 20 Jahre alt, da hat man anderes im Kopf als Geschichtliche Ereignisse.
Das
Buch ist nicht sehr dick. Es umfasst rund 140 Seiten. Ich fand sie alle
interessant.
Aufgelockert
wird das Buch mit sehr vielen bunten Fotos. Manchmal sind auch ein paar
Zeichnungen zu sehen. Dies sind dann Querschnitte von einem Schacht. Wie ist er
aufgebaut, die verschiedenen Lagen, die Schächte usw. Am Ende befindet sich
auch eine Karte der Region.
Der
Text ist einfach und verständlich geschrieben. Ich brauchte mir hier keine
Randnotizen über seltsame Aussagen oder sonst etwas zu machen.
Ich
fand es sehr interessant, dass man doch alles noch so genau nachvollziehen
konnte. Es war schon witzig, dass während der DDR-Zeit solche Geheimnisse
gemacht wurden. Bzw. dass da so ein Aufwand betrieben wurde um „altes“ Geld zu „verschachten“.
Vor
allen Dingen wundert es mich, dass die erste Betondecke noch einmal aufgebrochen
wurde. Was für eine Arbeit das damals doch war.
Richtig
interessant ist es dann im letzten Kapitel geworden. Warum so spät einfaches
Papier-Rollen-Material unbedingt in einen Schacht musste. Man hätte es einfach
verbrennen können. Da wird wohl wirklich so einiges an anderem Material
versenkt worden sein. Uhh, Verschwörungstheorie.
Auf
Seite 49 im Buch sieht man Briketts aus Altgeld, mit der Bemerkung, dass es
heute noch schwer ist, diese zu recyceln. Ich fand das sehr lustig, habe ich
doch selbst so ein Brikett über 500.000 D-Mark in meinem Schlafzimmer stehen.
Bestes Beispiel, um daraus auch noch Geld zu regenerieren. Wäre auch sehr
lustig gewesen, so etwas mit alten Stasi Akten zu machen. So einen hätte ich mir
bestimmt auch noch gekauft.
Ich
für meinen Teil finde das Buch sehr interessant. Für mich gibt es einige
Einblicke in das Arbeiten in der damaligen DDR. Zumindest von der Seite des
Staates her. Und ja alles heimlich und verschwiegen halten. Dafür aber auch
alles schön brav für die Nachwelt dokumentieren. Doch eben Deutschland vollkommen.
5 / 5 Sterne
