Dienstag, 22. Mai 2018

Rezension zu „Yasemins Kiosk“

Über Nina Gruber bricht alles zusammen. Zum einen ist sie suspendierte Polizistin, zum anderen macht sie ihre kranke Mutter wahnsinnig. Die egoistische Frau lässt an Nina kein gutes Haar. Ihr bleibt nichts anderes übrig, wie sich eine eigene Wohnung zu suchen.

Diese findet Nina in einem Mehrfamilienhaus in Bielefeld. Im ersten Stock befindet sich sogar ein kleiner Kiosk, der von Yasemin geführt wird. Eine wirklich lebenslustige und nette Person. Auch die Vermieterin hat ihren Scharm auf Nina. Obwohl die alte Dame seit gut 15 Jahren ihre Wohnung nicht mehr verlassen hat.

Alles läuft super, bis Nina und Yasmin im Papiercontainer im Hof eine Leiche finden. Und ausgerechnet diese Leiche ist auch noch ein Bekannter von Yasemin.

Da die Polizei von einem Unfall ausgeht, müssen die drei Damen auf eigene Faust ermitteln. Denn eines ist für Yasemin klar, der Unfall war kein Unfall, sondern Mord!

„Yasemins Kiosk“ ist ein Krimi aus der Feder der Autorin Christiane Antons.

Das Cover hat mich auf diesen Krimi aufmerksam gemacht. Irgendwie hat es genau das, was mir gefallen hat. Nicht unbedingt groß reißerisch, aber dennoch mit dem gewissen Touch, der mir gefallen hat.

Der Schreibstil der Autorin ist flott und lässt sich super lesen. Mir hat die Darstellung der drei Damen wirklich gut gefallen. Jede hat ihren eigenen Charakter und trotzdem passen sie gut zusammen. Alle Drei waren wirklich sympathisch.

Die Story selbst fand ich auch sehr gelungen. Selbst die kleine Liebesgeschichte fand ich harmonisch und nicht übertrieben. Wobei ich sonst bei Liebesgeschichten in Krimis immer nur mit den Augen rollen kann.

Den Fall selbst fand ich auch sehr rund und gut ausgedacht. Ich fand, die Autorin hat eine gute Balance gefunden, damit die Polizei nicht, wie in manch anderen Krimis, ziemlich doof da steht. Oftmals passiert das ja ganz schnell, das die ermittelnden Privatpersonen in allem überschlau sind und die Polizei nicht bis drei zählen kann. Das mag ich überhaupt nicht.

Ich kann den Krimi wirklich weiter empfehlen. Es ist trotz der Leiche ein locker leichter und teilweise humorvoller Fall, ohne dadurch dämlich zu wirken.


5 / 5 Sterne


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